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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

Sweipolt  Fiol  und  seine  kyrillische  Buchdruckerei  in  Krakau.

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Opisanije  staropecatnych  knig  slavjanskich.  Mosk.  1841;  J.  P.
Sacharov,  Russkije  clrevnije  pamjatnild,  8t.  Pet.  1842,  und
desselben  Obozrjenije  slavjano  -  russkoj  bibliografii.  St.  Pet.
1849  u.  dgl.  geben  dieselben  Daten  wieder,  ohne  dass  sich
einer  bemüht  hätte,  das  Buch  selbst  in  Augenschein  zu
nehmen,  um  wenigstens  die  falsche  Angabe  der  Blätterzahl
oder  des  Umfanges  des  Werkes  zu  rectificiren.-Strojev
  legte  seinem  Werke  ein  Facsimile  vom  letzten
Blatte  des  Oktoich  bei.  Desgleichen  wurden  in  der  Biblioteka
Warszawska  1867  dem  Artikel  des  Carl  Estreicher  ,über  Günter
Zainer  und  Swietopelk  FioP  drei  Facsimile,  der  Kreuzigung
Christi,  dann  des  zweiten  und  des  letzten  Blattes,  beigefügt.  1
Prof.  Michael  Wiszniewski,  in  seiner  Geschichte  der  polnischen
Literatur,  Krakau  1841  (III.  Bd.  S.  80),  theilt  zwar  einige
interessante  Umstände  von  dem  Leben  und  Wirken  des  Krakauer ­
  Buchdruckers  Viol  mit  Beigabe  zweier  Documente  mit,
erwähnt  aber  nur  nebenbei,  dass  Viol  im  Jahre  1490  (?)  und
1491  die  ersten  slavischen  Bücher,  den  Osmoglasnik  und  den
Caslovec,  gedruckt  habe.  J.  Dobrovsky,  P.  J.  Safafik,  Casopis
ceskeho  Museum  1842,  machen  auch  bloss  kurze  Erwähnungen
von  diesen  Büchern.  Also  nicht  einmal  der  Umfang  des  ersten
mit  kyrillischen  Buchstaben  gedruckten  Buches  wurde  mit
gehöriger  Treue  berechnet.  Bandtke,  der  das  erste  Mal
das  Breslauer  Exemplar  zu  Gesichte  bekam,  zählte  irrthümlich
  84  Blätter;  ihm  folgten  alle  Bibliographen.  Der  erste,
V.  M.  Undolskij,  Ücerk  slavjanorusskoj  bibliografii,  s  dopolnenijem
  A.  Th.  Byökova  i  A.  Viktorova.  Mosk.  1871,  bezeugte, ­
  dass  der  Oktoich  oder  Sestodnev  im  Jahre  1491  in
Krakau  gedruckt,  168  Folioblätter  zählt.  Schon  im  Jahre  1829
hatte  P.  J.  Safafik  (Jahrb.  der  Literat.  XLVIII.  Bd.  Anzeigcbl.),
ohne  das  fragliche  Exemplar  gesehen  zu  haben,  bemerkt,
dass  die  Krakauer  Ausgabe  des  Oktoich  im  Vergleiche  mit
der  Cetinjer  Auflage  viel  umfangreicher  sein  dürfte.  Ebenso
behauptete,  wenn  gleich  nur  muthmasslich,  der  bekannte  Bibliograph ­
  J.  P.Karatajev,in  seiner  Chronologiöeskajarospis’cerkovnopecatuych
  knig.  Mosk.  1861,  dass  der  Krakauer  Osmoglasnik
mehr  als  167  Blätter  enthalten  müsse.

Auch  besonders  abgedruckt.  Warsch.  1867.
            
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