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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

Sweipolt  Fiol  und  seine  kyrillische  Buchdruckerei  in  Krakau

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mangelhafte  gehören  eines  der  kaiserlichen  8t.  Petersburger
öffentlichen  Bibliothek  und  das  zweite  der  Bibliothek  des
Rumjancov’sclien  Museums  zu  Moskau;  das  dritte  gleichfalls  unvollständige ­
  befand  sich  in  der  Büchersammlung  des  Carskij,  und
das  vierte,  einzige  vollständig  erhaltene  Exemplar,  ist  im  Besitze ­
  der  Rediger’schen  Bibliothek  in  Breslau.  Im  Jahre  1874
wurde  dieses  vollständige  Unicum  nach  St.  Petersburg  ausgebeten, ­
  um  für  die  kaiserliche  öffentliche  Bibliothek  zur  Vervollständigung ­
  der  vom  Anfang,  in  der  Mitte  und  am  Ende
fehlenden  Blätter  einen  phototypischen  Abdruck  zu  veranstalten, ­
  so  dass  jetzt  auch  in  der  öffentlichen  Bibliothek  zu
St.  Petersburg  ein  ganzes  Exemplar  dieses  höchst  raren  Werkes
zu  sehen  ist.
Die  erste  Nachricht  von  dem  Krakauer  Oktoich  linden
wir  bei  dem  Kijever  Archimandriten  Zacharij  Kopestenskij,
der  in  seiner  ungefähr  ums  Jahr  1620  verfassten  polemischen
Schrift  Palinodija  von  diesem  Buche  Erwähnung  macht:
„OkTOHX'X  dGO  OüTAti  KpaKOKCKdl'O  r \p$ K $”  (kn.  3.
pa3A*  1*  ap  r.  2).  Derselbe  ehrwürdige  Mönch  schreibt  in
der  Widmung  seiner  Ausgabe  der  Predigten  des  h.  Johannes
Chrysostomus  dem  Fürsten  Svjatopolk  Cetvertenskij,  Kijev
1623,  dass  die  polnische  Königin  Hedwig  mit  der  Lectüre  der
slavisclien  Bibel  und  der  h.  Väter  in  slavischer  Übersetzung
sich  befasst  habe,  und  dass  zur  Zeit  des  Königs  Kasimir  des
Jagellonen  in  Krakau  slavische  Kirchenbücher  im
Drucke  erschienen  seien. 1  Im  Allgemeinen  war  die  Kenntniss
der  kyrillischen  Schrift  und  russischen  Sprache  am  Hofe  der
polnischen  Könige  gang  und  gebe.  Die  Jagellonen,  bis  auf
Sigismund  August,  schrieben  die  meisten  Privilegien  und  sonstige
1  Hjk  KopoAEßa  M^ßnra  HiiTORAAa  Fiikaiio  caarchckSio,  a  ,a,o
Rkip03i>A\CHkA  CH  AfkAA  ßklKAd,/k,kl  C0lJ,CK’K  CTkiy’  CAAßCNCKHAt
A3MKC/U  ,  KOTOpkIH  3’  ElKAICIO  HHTdAA.  y\p8riH  MpllKAA,lj:  3A
Ka3ii/V\iipa  Kpo/tA  b’  KpaßOß’k  ,.\,pSi:oi’.aiio  110  caabcnckü  Kiiiini
R'kpkl  II  HAKOJKCHCTKA  TAKOBOrO,  lilKOHOC  AMvl  110  CIH  INI
Kcyv,Ai>rA  mhhS  npKßc  Kc\-o,ymi  3a\'obSca\o.  17  eck  ki  Io  ah  ha
3aAT08CTAT0  HA  nOCAAHi'/ft  AII  0  CTO  A  A  ÜAKAA.  Ki'CßX.
1623.
            
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