Posßess. Adjeutiva auf -uj und -owu, und die puBßeßß. Pronomina moj, tvoj, avoj. 4:15
sondern eine andere Umwandlung vor sich geht, wie aus c)
und d) zu ersehen ist. Ausserdem lässt das Skrt. über die Entstehungsweise
des dat. u keinen Zweifel aufkommen, indem es
dieselben Endungen im local-dativ bietet, wie das Slavische;
der Rgveda liefert nämlich merkwürdiger Weise die Endung
u im local: mädhu, sänu, arend, väsu, cäru, die natürlich nur
durch Einbusse des i entstanden sein kann, da das gunirte
avi, wenn es um sein i kommt, nicht wieder als u, sondern
als 6, vrddhirt du erscheint. Es verhält sich daher * ui (zend.
vi): u avi: 6 (Ludwig 1. c.) ; und wenn man nun des nahen
formellen und syntaktischen Zusammenhanges wegen die beiden
Casus von einander nicht trennt, so erhält man folgende Proportion,
worin immer das zweite Glied die slavische Endung
des Dativs bezeichnet:
u (ü — loc.): u avi (loc.): * ovb (polab. r LVb) - 6 (loc):
ou äu (loc.): ovl ave (dat.): ovi [ e (loc.): oj (ej)].
Uebrigens — und das scheint uns das wichtigste Beweismoment
für das Slav. zu sein — wenn der dat. auf u auf einem
Umwege mittelst der zweiten, wirklich gebrauchten Endung
ovi entstanden wäre, so müsste notwendig nicht nur bei
den n eutralen'o - Stämmen, sondern auch bei den Adjectiven,
welche zu den a-Stämmen gehören, die ursprüngliche
Form auf ovi gebräuchlich sein; da es aber
nicht der Fall ist, so hat sich offenbar die Gunirung des u in
ov (ou) bei ihnen nie entwickelt, was insofern zum Skrt. vollkommen
stimmt, als es bei den neutralen u-Stämmen ebenfalls
nie gunirt.
§. 5. Aus dem Gesagten ersieht man daher, dass nur die
t> (a, wJ-Stämme ihr u im dat. sing, in ov guniren können, was
im Litauischen, das zur Scheidung des loc. und dat. einen ganz
anderen Weg als das Slavische (§. 4) eingeschlagen hatte, als
überflüssig ausser Gebrauch kam, und nur vereinzelt als Rest
sich erhielt; wie im altpr. au (§. 4).
Und da nun wirklich die poss. Adj., welche neben -uj
zugleich -ov't theils wirklich hatten oder wenigstens haben
konnten, theils noch jetzt haben (cf. böhm. dial.), nichts anderes
sind, als ein dat. sing, auf -u, das zur Vermeidung des
Hiatus, welcher durch Hinzufügung adjectivischer Endungen zu