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Prusik.
vedische Local d 1 lautete nämlich vollständig di (vgl. Ludwig
Inf. im Veda §. 12 ff. 39), was recht gut zum zend. locat.
aja passt, das aber schon um die Scheidungssilbe am vermehrt
ist (wobei jedoch m wegfiel) und also mit dem Skrt. dativ di
in tasm-äi, später äj-a (statt äj-am) vollkommen übereinstimmt.
Der Unterschied hat sich endlich auf skrt. di, ai — e für den
Loc. (zend. di für den Dativ) und auf skrt. cija für den Dat.
(zend. aja für den Locativ) festgestellt.
Das Slav. und Lit. haben noch in der slavo-lettischen Periode
einen anderen Weg eingeschlagen, um die Scheidung des
dat. vom loc. sing, durchzuführen. Durchgreifend wurde sie
jedoch nicht durchgeführt, sondern bloss in den a-Stämmen
und meistens auch in den t«-Stämmen, selten in einigen sogenannten
consonantischen, wie dbni und dtne, kameni und kamene
u. ähnl., wo jedoch auch im loc. dtni, kameni als blosser
Stamm (Ludwig Inf. §. 9) vorkommt. Beim Streben nach der
Scheidung der beiden Casus nahmen im dat. die w-Stämine, im
loc. aber die a-Stämme ein Uebergewicht. Bei diesen geht also
im loc. die Endung i mit dem Stammvocal a im Lit. in e und
im Slav. in e regelmässig über, also aus vilka-i, vkbka-i, slova-i
wird vilke, vl%ce (statt vlike), slove, welches dem skrt.
vrke aus vrkai und dem zend. vehrke aus vehrkai vollkommen
gleichkommt. Bei den »«-Stämmen hat sich im Slav. die Locativendung
i abgestreift, aus synu-i entstand daher synu, was
aber mit syne wechselt, d. h. die ««-Stämme überspringen häufig
in die a-Stämme; etwas ähnliches bietet das Skrt., wo die
1 DieseLocativendung ist um so bemerkenswerther, als sie zweislav.Formen zu
Grunde liegt, mit denen man sich gewöhnlich keinen Rath weiss, nämlich:
doma und Vbcera. Genitive können es syntaktisch auf keinen Fall sein, jenes
müsste ja auch domuheissen. Der syntaktische Gebrauch erheischt bloss einen
Locativ, und sie sind es auch in der That, nur dass sich donvE (vgl. weiter
unten) nach der Analogie der a-Stämme richtete. Bei diesen war, wie gesagt,
die Locativendung ursprünglich äi, das durch Einbusse des i zu ä wurde.
Es verhält sich nun dieses & zum Skrt. loc. e (ai) = w (dat.): oi (loc.) = ö
(lat. dat.): I (loc. cf. Ludwig Aggl. §. 7), und consequent auch wie slav
a (loc.): oj (dat.; über die letztere Endung und über die Abstreifung des
i siehe weiter unten). Demnach sind domo, un d vbcera, gerade so wie lettisch
zima (zimai)und wakkaraja (mit der vollen Endung ai erweitert um a statt am,
cf. zend.), sehr alte Locative, die sich desto eher erhalten konnten, als
sie gleichsam fossile Organismen sind, wie domoj, doloj. Sie beruhen auf
der stärkeren, o’ixoi, doml, herl (*hesi, (k?) auf der schwächeren Endung.