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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

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B  i  s  c  h  o  f  f.

besuchten  Archiven  haben  nur  eilf  mehr  oder  weniger  Brauchbares ­
  geliefert,  wovon  nur  sieben  Banntaidinge.  Gänzlich
im  Stiche  Hessen  die  landesfürstlichen  Archive  und  die  der  Landgemeinden, ­
  desgleichen  die  des  Fürsten  Franz  Lichtenstein  und,
ausgenommen  die  Stiftsarchive,  fast  alle  Kirchenarchive,  in
denen  übrigens,  wie  auch  in  den  städtischen,  von  vornherein
kaum  etwas  zu  erwarten  war.  Keine  einzige  der  gefundenen
Urkunden,  abgesehen  von  den  vielleicht  noch  ins  15.  Jahrhundert ­
  reichenden  Artikeln  der  Warnung  von  St.  Lambrecht
und  den  Stiftsartikeln  daselbst,  ist  noch  im  Mittelalter  geschrieben ­
  worden,  und  besonders  die  benutzten  Archivalien
der  Marktgemeinden  reichen  höchst  selten  über  das  17.  Jahrhundert ­
  hinauf.  Gerade  diese  aber  bezeugen,  was  bisher  ganz
unbeachtet  geblieben  ist,  dass  die  Abhaltung  von  ,Banntaidingen‘
in  und  von  steierischen  Marktgemeinden  sehr  verbreitet  war
und  bis  gegen  das  19.  Jahrhundert  hin  in  Uebung  blieb,  und
die  über  diese  Banntaidinge  geführten  Protokolle  sind  zweifelsohne ­
  die  lehrreichsten  Quellen  der  Erkenntniss  des  Wesens
und  der  Gestaltung  der  in  Rede  stehenden  Einrichtung  im
16.—19.  Jahrhundert,  woraus  wohl  auch  über  die  Entstehung
von  Weisthümern  in  früherer  Zeit  u.  s.  w.  Manches  zu  lernen
sein  dürfte.  Bei  weiteren  Bereisungen  des  Landes,  behufs  der
Sammlung  von  Weisthümern,  wird  daher  auf  die  Marktarchive
besonderes  Augenmerk  zu  richten  sein.
c.
Ohne  erschöpfende  Vollständigkeit  anzusprechen  folgt
noch  ein  Verzeichniss  der  bereits  gedruckten  steirischen  Weisthümer
  und  sonstigen  für  die  Weisthümer-Ausgabe  dienlich
erscheinenden  Stücke,  wobei  die  in  dem  1.  Bande  der  Oesterr.
Weisthümer,  und  schon  vorher  in  Chmel’s  Friedrich  III.
(Beilage  VI)  und  theilweise  in  Kumar’s  Grätz,  S.  314  veröffentlichten ­
  Rechte  von  Salzburg  bei  Leibniz  und  Graz,  auch  in
einem  Codex  s.  XIV  der  Finanzprocuratur  vorfindig,  nicht
weiter  angeführt  werden.
50.  Ennsthal.
Riegungsartikel  der  propstei  des  oberen  Ennsthaies,  eilf
Artikel,  aus  einem  Admonter  Urbarium  vom  Jahre  1434  von
            
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