Die beiden Handfesten König Rudolfs I. für die Stadt Wien.
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sules civitatis ipsos pueros et
ornnia bona eorum assignent
alicui amicorum suorum idoneo
et fideli, qui bonis presit et
pueris provideat pulchro modo.
der rat van derselben stat
dieselben chinde und als ir guet
emphelhen ainem irem vreunde,
der erber und getreue sei, und
der den chinden vor sei und
sei besehe treuleich und schon.
Kann man nach den hier mitgetheilten Proben an der
Aechtheit der Rud. Urkunde a noch zweifeln?
Jedenfalls war sie am Schluss des XIII. Jahrhunderts in
Wien geltendes Recht.
Schon der Eingang der Urkunde H. Rudolf III. stimmt
im Ganzen und in einzelnen Sätzen mit jenem der Urkunde a
wörtlich überein.
König Rudolf I. Wien.
Cum vota fidelium gratiose
prosequitor regie benignitatis
applausus, ipsius famosius insignitur
immensitas et in cultu
continuo principalis honoris accenditur
rutilantius fides et devotio
subditorum; excellentia
namque principum eo potius
proficit et ascendit ad culmina
potestatum, quo largius profectui
populorum consulit liberalitas
et munificentia presidentis.
Herzog Rudolf III. Krems.
Swenne die gnaden und die
gunst furstleichen eren der getreuen
undertan gebet und
willen genedigleichen erhöret,
so wirt ir werdichait dester
baz gehohet und gebreiset, und
der undertan treue und andacht
wirt dester leichter enzundet
an steter fuedrung fuerstlicher
eren, w‘and der wertleich anevanch
cliumt und steiget dester
mechtichleicher zu der hohe
des gewalts, swenne des fürsten
vreitum und milt des volches
vreitum liepleich sterchet unde
meret.
Weiter sagt Rudolf III. ausdrücklich:
. . . Wir erneuern und bestetigen denselben allen unsern
lieben purgern, armen und reichen, von Chrems und von Stain
alle die recht und alle die genad, die sie gehabt habent unz
an uns, und ze wirden ir gerden (für geernten = verdienten)
treuen van unsern sunden genaden so geben wir zu den alten
rechten denselben steten andere neue recht, die Wienner