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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

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Zimmermann.

die  Grössenbegriffe  —  der  Keim  der  zukünftigen  mathematischen ­
  Psychologie  —  noch  in  unbestimmter  Ferne.  Dagegen
entwickeln  die  oben  erwähnten  Anmerkungen  den  Begriff  des
Ich,  die  NothWendigkeit,  ihm  ein  mannigfaltiges  und  wechselndes ­
  Nicht-Ich  vorauszusetzen,  die  Zufälligkeit  jedes  einzelnen
Theiles  dieses  andern  für  das  Ich,  und  doch  die  Nothwendigkeit,
  dass  das  Ich,  wie  es  auch  wirklich  die  innere  Erfahrung
lehrt,  irgend  einen  Theil  sich  zueigne,  deutlicher  und  klarer,
als  der  Aufsatz  selbst.  Die  Bemerkung,  dass  ,das  Denkende,
das,  dem  das  Denken  nur  angehört,  die  (absolute)  Reflexion
selbst  als  unbekanntes  Etwas  ist,  das  nicht  bloss  reflectirt,
sondern  sich  auch  mit  Andern  vereinigt',  verräth  ,durch  das
Bedürfniss  eines  realen  Substrats  des  in  allem  seinem  Wechsel
mit  sich  identischen  Ich'  die  ,Beziehung  der  Psychologie  zur
Metaphysik'.  Auch  die  Grössenbegriffe,  obgleich  noch  ,ziemlich
unklar  und  für  genauere  Bestimmungen  unzugänglich',  gewinnen
wenigstens  insoferne  schon  eine  schärfere  Gestalt,  als  ,nachdem
einmal  der  Begriff  des  Gegensatzes  unter  dem  Mannigfaltigen,
welches  der  Ichheit  zu  Grunde  liegt,  so  wie  der  damit  unmittelbar ­
  verbundene  der  (hier  zum  erstenmal  erwähnten)  Hemmung ­
  und  des  Strebens  des  Gehemmten  gefunden  war,  sich
daran  die  Frage  sowohl  nach  dem  Quantum,  welches  gehemmt
wird,  als  auch  nach  dem  Verhältnisse,  in  welchem  sich  dieses
Gehemmte  vertheilt,  knüpfen  musste,  eine  Frage,  die  bekanntlich ­
  der  Mathematik  den  Eingang  in  die  Psychologie  öffnete'.
Auch  hat  Herbart  wirklich  (nach  derselben  Quelle)  in  einigen
,vielleicht  ein  paar  Jahre  jüngeren'  Bogen  sich  in  streng  mathematischer ­
  Form  die  Aufgabe  gestellt:  ,Wenn  x,  a  und  b
gegeben  sind,  die  Schwelle  zu  berechnen,  welche  x  überschreiten
muss,  um  nicht  ganz  niedergedrückt  zu  werden',  womit  ein
Grundproblem  der  mathematischen  Psychologie,  die  sogenannte
,Schwellenformel  des  Bewusstseins'  gegeben  war.  (a.  a.  O.  S.LIV.)
Ob  letzteres,  wie  Hartenstein  angibt,  noch  vor  Herbart’s
Rückkehr  aus  der  Schweiz  (er  verliess  Bern  und  das  Steigersche
Haus,  wie  aus  dem  Brief  an  Karl  v.  Steiger  [II.  Ii.  S.  94]  hervorgeht, ­
  am  6.  Januar  1800),  oder  erst  nach  demselben  während
seines  friedlichen  Aufenthalts  in  Bremen,  im  Hause  und  auf  dem
Landgut  Zur  Dunge  seines  Freundes  Smidt  geschah,  ist  ohne
genaue  Datumbestimmung  jener  ,um  ein  paar  Jahre  jüngeren
            
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