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Zimmermann.
Realität“. Beides ist ein Gedanke nur, wenn sein Gedachtes
dem Versuche es weg- d. i. nicht zu denken, Widerstand entgegensetzt,
d. h. wenn es ein Nichtniehtzudenkendes, ein sich
dem Denken aufdrängender Gedanke ist (wie es z. B. die
widersprechenden Erfahrungshegriffe sind). Allein daraus, dass
ein Gedachtes nothwendig gedacht werden muss, folgt doch
offenbar nicht, dass ein Nothwendiges gedacht worden sei!
,Unser philosophisches Princip sei ein blosses, aber nothwendiges
Product der Einbildungskraft oder 'es entspreche ihm eine
von ihm noch unterscheidbare Realität, ist es ein richtiger
Schluss: weil die Einbildungskraft unbedingt nothwendig produciren
muss, oder weil eine*gewisse Realität unbedingt nothwendig
erkannt wird, darum ist oder enthält das Product
oder die Realität selbst Nothwendigkeit und Unbedingtheit;?“
Fichte setzte am Rand die Bemerkung hinzu: ,Beides sei
in der transcendentalen Philosophie Eins und Dasselbe. Ilerbart’s
Unterscheidung sei die ganz gewöhnliche des Dogmatismus“'..
Herbart erklärt diesen Tadel aus (Missverstand“. Fichte
habe seine Scheidung für die zwischen Sein und Wissen gehalten,
da sie doch schlechterdings keine andere sei, als die
zwischen verschiedenen Reflexionsstandpunkten. Die Sache
verhalte sich so. Durch die absolute Thesis auf dem ersten,
untersten Reflexionspunkte komme vor ein mit Zwang und
Nothwendigkeit so und so bestimmtes Gefühl; und hier sei die
Quelle aller unmittelbaren, unbedingten Gewissheit. Allein diese
Unbedingtheit werde durch die absolute Thesis noch ganz und
gar nicht gesetzt (vgl. oben das ,notliwendige“ Denken, das auch
erst nachher als solches im Gegensatz gegen das willkürliche
erkannt wird); sondern erst muss auf einem höheren
Reflexionsstandpunkte Bedingtheit gesetzt sein, dann erst
wird auf einem noch höheren Reflexionspunkt jene erste
Thesis als unbedingt d. h. als jener Bedingtheit entgegengesetzt
noch weiter bestimmt. ,Hierin liegt der Unterschied
zwischen unbedingtem Gedachtwerden und
gedachter Unbedingtheit“.
In der That zeigt jede aufmerksame Erwägung jener Stelle,
dass Herbart den Standpunkt der Transcendentalphilosophie und
jenen des ,Dogmatismus“ genau unterschieden hat. Es sei nun, sagt
er, unser philosophisches Princip ,ein blosses aber nothwendiges