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Zimmer mann.
uns an sich Gewisse'; dieses ,das Gesetzte, ohne dass ein anderes
das Setzende sei', bedeutet ein weder von uns noch
überhaupt von irgend einem anderen Gesetztes, also entweder
gar nicht oder durch sich Gesetztes, das absolut Seiende. Der
,ungeheure Sprung' ist kein geringerer, als einer von dem für
uns letzten Grunde im Denken zu dem an sich letzten Grunde
im Sein.
Die Aufzeigung der Verwechslung des letzten Erkenntnissgrundes
mit dem letzten Realgrunde berührt eine der wundesten
Stellen in Schelling’s System ; Herbart verweist, da die
Schrift über das Ich in diesem Punkt ,klarer' sei, auf seine
über denselben an jene geknüpften Bemerkungen. ,Entweder' —
sagt Schelling dort (a. a. 0. S. 162) — ,Wissen ohne Realität,
oder ein letzter Punkt der Realität; und da wer etwas wissen
will, zugleich will, dass sein Wissen Realität habe, was folgt
daraus?'. Wenn jene Alternative richtig ist, allerdings das, was
Schelling will, nämlich ein ,letzter Punkt aller Realität', oder
,eine Realität, die allen anderen Realität ertheilt'. Aber ob sie
richtig ist? Herbart bemerkt zunächst, es lasse sich zu derselben
hinzufügen: oder — eine ebenso mannigfaltige Realität
des Wissens, als es ,Mannigfaltigkeit des Wissens gibt'. Denn
das Wissen als solches ist selbst eine Realität, und dessen
Mannigfaltigkeit stellt eine solche der letzteren dar. Dann
aber sei es ,sehr befremdend, wie hier, wo einem Princip
des Wissens d. h. einem Wissen schlechthin, von welchem alle
Gewissheit ausgehe, nachgeforscht werden sollte, von einer Realität
schlechthin, die alles Dasein begründe, die Rede sein
könne?' Der ,ungeheure Sprung' von dem letzten für uns Gewissen
zu dem letzten sich selbst Setzenden wird hier vom
,Wissen schlechthin' zur ,Realität schlechthin' getlian, während
wir alle Sein und Wissen, also auch Sein schlechthin von unmittelbarer
Gewissheit unterscheiden'.
Zu obigem ,Sprunge' hat Fichte die Randnote beigesetzt:
,ungeschickt sei ein solcher Weg, aber nicht falsch'. Indem er
dadurch sein Einverständniss mit Schelling in diesem Punkt
zu erkennen gab, musste er die von Herbart gemachten Bemerkungen
als eben so gut gegen sich, als gegen Schelling gerichtet
ansehen. Wenn daher dieser bemerkt, Schelling’s Ausdruck
: ich will, dass mein Wissen Realität habe, könne nichts