Perioden in Herbnrt’s philosophischem Geistesgang.
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bei der Reflexion wieder f'ilng-t. Schon damals, theilt er Goethe
mit, regten sich Gegner in Fichte’s Gemeinde (Weisshuhn), ,die
es nächstens lallt sagen werden, dass alles auf einen subjectiven
Spinozismus hinausläuft' (G. u. S. Briefw. I. S. 25). Durch Herbart’s
Bemerkung, dass ein unendlicher selbstgebotener Kampf mit
einem selbstgeschaffenen Feinde weit eher Spiel als Beschäftigung
zu heissen verdiene und Schelling’s Idealismus ein Gegenstück
zum Spinozismus sei, konnte sich Fichte getroffen fühlen. (Vgl.
Br. an Reinh. a. a. 0. I.. S. 58.) Als jener seine Beurtheilung der
Schelling’schen Schriften, die er selbst ,das beste und ausgeführteste'
unter seinen philosophischen Versuchen nennt (an Smidt,
December 1796. H.R. S. 39) seinem Lehrer vorlegte, fügte dieser
zu Herbart’s Bemerkungen über die Schrift vom Ich ,Noten'
hinzu, welche jener seinerseits mit Gegenbemerkungen versah.
Beide sind in die Werke unter dem Text mit aufgenommen.
In seiner Erstlingsschrift ging Sclielling davon aus, dass
es im Grunde doch nur Eine Philosophie gebe; in dieser müsse
eine absolute Verbindung des Inhalts und der Form herrschen
und in Einem obersten Grundsatz ausgedrückt sein. Die Idee
der systematischen Form ist durch das Bedürfniss gegeben;
diese Form ganz auszufüllen ist der Endzweck der Philosophie.
Nach der blossen Idee dieser Form denjenigen Inhalt aufzusuchen,
von welchem aus sie nothwendig auf allen anderen
Inhalt übergehen müsste, — ein Princip für die Wissenschaft
zu erforschen wird das erste Geschäft des Philosophen sein.
Findet sich ein Inhalt, der dem Begriff des Princips entspricht,
so ist Hoffnung da, dass jenes Bedürfniss Befriedigung finden
werde, dass eine Form der Philosophie möglich sei. Damit
schliesst die Einleitung und das System beginnt.
An dieser Stelle beginnen auch Herbart’s Bemerkungen,
Derselben sind im Ganzen 27, wovon 13 gegen die erste, die
übrigen gegen die zweite Schrift Schelling’s gerichtet sind. Aus
dem Zweck, welchen Herbart seinen Bemerkungen vorsetzt,
,zu untersuchen, ob Sclielling seine Bahn ebenso glücklich
verfolgt als betreten habe', darf inan schliessen, dass er mit
dem Inhalt der Einleitung einverstanden sei. Die Auffindung
von Principien erscheint auch ihm als Aufgabe der Philosophie;
die Frage ist nur, ob er auch in dem Begriff dessen, was ein
Princip sei, mit jenem derselben Meinung gewesen sei.