Perioden in ilerbart’s philosophischem Geistesgang.
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und Kriticismus) in Niethammer’s Philosophischem Journal noch
bestimmter kennen lernen werde, und über Hülsen’s (des Anhängers
Fichte’s, vgl. Leben und Briefw. I. S. 236) Prüfung der
Preisfrage der Berliner Akademie über die Fortschritte der Metaphysik
seit Leibnitz und Wolf, worin der ,Schellingianismus‘ebenfalls
sein Wesen treibe. Aber schon im Sept. desselben Jahres legt
er dem Schreiben an Rist ,ein kleines Blatt über Schelling' bei,
durch welches er des Freundes Aufmerksamkeit auf Schelling
zu lenken und dadurch den Fehler wieder gut zu machen suchte,
den er begangen habe, indem er demselben bloss das, was
Schelling nicht leiste und sein Missverstehen der Wissenschaftslehre
darzustellen gesucht habe. Geht daraus hervor, dass
Schelling’s Schriften schon früher den Gegenstand des Gedankenaustausches
zwischen den Freunden gebildet haben müssen, so
wird diese Vermuthung durch die Erwähnung (in dem Briefe
an Smidt, December 1796) seiner ,Unterhaltungen über Schelling'
mit einem anderen Freunde (Lange aus Bremen) bestätigt. Mit
demselben Briefe sendet Herbart an Smidt den ,versprochenen'
Aufsatz (vgl. den Brief an Smidt vom 30. Juli d. J., wo er ihn
,nächstens auszuarbeiten' sich vorsetzt), der, wie man aus der
Erwähnung der angehängten Noten Fichte’s sieht, kein anderer
sein kann, als die Beurtheilung der beiden Schriften Schelling’s
: ,Ueber die Möglichkeit einer Form der Philosophie' und
,Vom Ich oder dem Unbedingten im menschlichen Wissen',
welche Hartenstein in die Sämmtl. Werke (XII. S. 10—37)
eingeriickt hat.
Die Kritik über Rist’s Ideale und das Blatt über Schelling
bezeichnet Herbart im Schreiben an jenen, einige Bemerkungen
über die Pflicht des Staats, auf die Erziehung der
Kinder Rücksicht zu nehmen, ausgenommen, als den Gesammtinbegriff
dessen, was er den Sommer (1796) in der Gesellschaft
vorgelesen. Mit der Uebersendung der Beurtheilung der Schellingschen
Schriften im December 1796 an Smidt zusammengehalten,
ergibt sich daraus, dass er mit Ausnahme der Fichte’sch angehauchten
Beurtheilung des Rist’schen Versuchs den grössten
Theil dieses Jahres dem Studium Schelling’s gewidmet hat.
Auf die erwartete (oder wirklich gethane) Frage des Freundes,
warum er an Schelling’s Schrift ,so viel Zeit gewandt', nennt
er Hülsen’s (oben genannte) Schrift, welche ganz in dessen