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Zimmermann.
Herbart’s Denken' (a. a. 0. XXIV) nennt. Letztere führte zwei
Jahre darauf während Herbart’s Aufenthalt in der Schweiz zu
dem ,ersten problematischen Entwurf der Wissenslehre', den
Herbart’s Freund Böhlendorf in einem Brief an einen andern
Jugendfreund, Rist, als Herbart’s ,System 1 bezeichnet (II. Rel.
S. 87). Zeigt auch derselbe nach Ilartenstoin’s Ausdruck
(a. a. 0. XL1I) schon in seiner Ueberschrift noch eine gewisse
Abhängigkeit von Fickte’scher Denkweise und ,schimmern' die
Grundbegriffe seiner nachherigen eigenen Psychologie durch
die trüben und unklaren Elemente, die ihm von Fiehte’s Schule
her anhängen, ,gleichsam nur hindurch, so sind sie in ihren
Anfängen doch wohl zu erkennen' (Hartenstein S. W. Vorr. z.
XII. Band S. XI). Die Ostern 1802 aufgestellten ,Thesen' aber
erkennt derselbe Zeuge als den ,Ausdruck eines in seiner Sphäre
zur Reife gekommenen Denkens' an. ,Sie zeigen, dass, die
Principien der Ethik ausgenommen, Herbart damals schon über
das Verhältniss der verschiedenen Gebiete der philosophischen
Untersuchung sammt den Grundgedanken der Metaphysik und
Psychologie mit sich in’s Reine gekommen war.' (A. a. 0. XII.
Vorr. XI.)
Hiernach wären in Herbart’s philosophischem Geistesgang
drei Perioden zu unterscheiden. Die erste, mit Herbart’s Eintreffen
in Jena beginnend und durch die Ausarbeitung seiner
Kritik Schelling’scher Schriften begrenzt, wäre als dessen Fichtesche,
die dritte, die durch die Aufstellung obiger ,Thesen'
eingeleitet und bis an sein Lebensende fortgesetzt wird, als
dessen originale, dagegen die zwischen beiden gelegene, deren
Beginn jene Kritik Schelling’s markirt, als dessen philosophische
Uebergangsperiode zu bezeichnen. Die erstgenannte würde
kaum volle zwei, die letztgenannte aber sechs Jahre, die
Periode seines selbstständigen Philosophirens dagegen sein
ganzes übriges Leben umfassen. Jene müssten als Lehr-, die
Zeiten des Uebergangs als Wanderjahre, schon die Jahre von
Herbart’s Auftreten als akademischer Lehrer in Göttingen an
dürfen als Meisterjahre gelten.
I.