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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

Xenopliontische  Studien.

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Wir  kommen  nun  zu  den  Lücken,  von  welchen  wir
wieder  die  grösseren  zuerst  besprechen  wollen.  Bevor  wir  aber
zu  der  ersten  (I,  12)  übergehen,  scheint-es  nothwendig  die
Worte  o  guv  KaXXtoc?  ä-/.oüaa;  xauxa  etrav,  AXXa  pivxoi,  a>  avopsc,
aic^pbv  ■(£.  cpOovvjaat  •  dcko)  ouv  .  y.ai  ap.a  äiciäßXei|>sv  ei?  xbv
AuxoXuxov,  SijXov  oxi  eictaxoicüv  xi  exefvco  Soijsts  xb  xy.wij.u.a  sivai,
welche  so  viele  verkehrte  Erklärungen  erfahren  haben,  kurz  zu
behandeln.  Philippos  hatte  im  Vorhergehenden  das,  was  er
wünschte,  ganz  offen  ausgesprochen;  er  wollte  für  sich  ein
Sswuvov.  für  seinen  Burschen  ein  apiuxov,  auch  hoffte  er  bei  dem
Seticvov  noch  ijevia  zu  erhalten;  denn  darauf  deuten  die  Worte
ota  xs  xb  ffispstv  p.vjSbv  hin.  Kallias  antwortet  auf  seinen  Witz
wieder  mit  einem  Witze:  Es  wäre  recht  schmutzig,  wenn  wir
ihm  nicht  einmal  Quartier  geben  wollten;  er  möge  daher  nur
eintreten.  Wir  sehen,  dass  cxsyvi?  eng  mit  sicixw  zusammenhängt. ­
  Quartier  ist  das  Mindeste,  was  die  Gastfreundschaft
gewährt.  Die  Sache  wird  gleich  klar,  wenn  man  das  artige
Epigramm  des  Lukillios  (Anth.  Pal.  XI,  391)  vergleicht:
Möv  ’Acy.A^Tuäov;?  6  cpiXapyupoi;  etosv  sv  oixw,
y.ai  Ti  xoidq,  tpvjatv,  «tXxaxs  p.ü,  ratp’  sp.ot,"
yjou  8’  6  [Xog  yßXdmq,  Mvjoev,  ®£Xe,  ®Y]a£,  ^joßvjövj?*
ouy\  xpocpvji;  -xapä  aot  •/pvj^op.ev,  äXXa  p.ovvj?.
Man  sieht,  was  die  Maus  verlangt,  nämlich  bloss  Quartier, ­
  nicht  Zehrung,  was  um  so  begreiflicher  ist,  als  der  Hausherr ­
  sich  selbst  nichts  gönnt.  Das  ist  also  der  Witz  des
Kallias,  der  dabei  den  Autolykos  anschaut,  um  zu  sehen,  ob
ihm  dieser  Witz  ein  Lächeln  abgelockt  habe.  Denn  obwol
Kallias  seine  Ilede  an  alle  richtet  (Ci  avSpeg),  so  ist  sie  doch
eigentlich  für  Autolykos  (ezslvw)  berechnet,  vor  dem  der  eitle
Kallias  um  jeden  Preis  glänzen  will.  Es  entsteht  nun  die
Frage,  ob  die  folgenden  Worte  o  oe  amq  e~i  xtp  ävopöyt  .  .  .  sich
passend  an  das  Vorhergehende  anschliessen.  Da  der  Name
des  Philippos  in  dem  Satze  y.ai  äp.a  .  .  .  etvai  nicht  genannt  ist,
so  müsste  man,  um  5  oe  auf  ihn  zu  beziehen,  annehmen,  dass
jener  Satz  eine  Art  Parenthese  bildet,  um  6  ob  auf  eiotxio
beziehen  zu  können.  Eine  solche  Annahme  hat  aber  immer
ihr  Missliches;  ich  möchte  daher  eher  vermuthen,  dass  nach
elvat  einige  Worte  ausgefallen  sind,  in  welchen  berichtet  wurde,
wie  die  Diener  den  Philippos  einführten,  etwa  y.ai  ev  xo6xw
Sitzungsber.  d.  pliil.-liist.  CI.  LXXXIII.  Bd.  II.  Hft.  11
            
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