Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

Xenophontische  Studien.

147

Stelle  ein,  bloss  seiner  Erinnerung  folgend,  die  sich  freilich
hier  nicht  ganz  treu  erwies.
Das  Symposion  Xenophons  wird  bei  älteren  Schriftstellern
nirgends  erwähnt.  Der  erste,  welcher  es  berücksichtigt,  ist
Cicero,  der  Cat.  mai.  16,  46  mit  den  Worten  pocula  sicut  in
Xenopliontis  Symposio  est  minuta  atque  rorantia  auf  II,  26  piiy.paT;
•/.6k'4t  .  .  .  «tujiajue^wstv  hindeutet,  woraus  sich  allerdings  ergibt,
dass  er  diesen  Dialog  als  selbständige  Schrift  betrachtete.
Die  nächsten  Zeugen  sind  Aristides  und  Athenäus.  Ersterer
führt  in  dem  zweiten  Buche  seiner  liyytxc  pvjxopnwd  (~spt  acskoü?
Aoyou)  mehrere  Stellen  aus  dem  ersten  und  zweiten  Capitel  mit
Varianten  an.  Darunter  gibt  er  richtig  II,  517,  2  und  525,  12
Sp.  =  I,  1  avopöv  (ohne  spya,  was  sich  schon  durch  seine  Stellung ­
  als  Glossem  verräth),  II,  554,  14  '==  I,  4  sx,xexa0appivoii;,
II,  523,  21  und  22,  531,  17  =  I,  8  Iwo^o-a?  xt;  (vgl.  V,  2,  wo
Mehler  mit  grosser  Wahrscheinlichkeit  xt?  nach  sfjhs  einfügt)
und  to  y.akkoc,  II,  533,  9  csoopoxspGt  (wie  dies  auch  DFH'  überliefern. ­
  1  In  einigen  richtigen  Lesearten  stimmt  er  mit  Athenäus
überein,  so  II,  514,  19  (Ath.  XV,  686  e  =  IV,  3)  v)v  (Ath.
äv;  die  codd.  -J)v  oxav,  wo  also  oxav  ein  Glossem  zu  i)v  ist  und
Apostolios  im  Codex  A  nicht  das  Richtige  getroffen  hat,  wenn
er  f)v  tilgen  wollte)  und  auxai.  Ebenso  überliefern  beide  an
derselben  Stelle  cd  ye  pHjv,  was  Cobet  gegenüber  der  Leseart
der  Handschrift  al  p.svxoi  billigt;  mir  scheint  aber  doch  pivxot
den  Vorzug  vor  ys  p.Y]v  zu  verdienen.  Gleich  darauf  bietet  er
Nr/.y;pdxou  xouce,  Athenäus  Ni*,  xs  xoitcu,  die  codd.  bloss  NwtYjpaxou,
wornach  Cobet  N.  xs  xouxouc  geschrieben  hat,  vielleicht  richtig,
wenn  gleich  die  Partikel  xx  hier  eben  so  gut  stehen  als  fehlen
kann.  Da  Aristides  aus  dem  Gedächtnisse  citiert,  so  ist  es
sehr  fraglich,  ob  seine  Lesearten  II,  517,  2  und  525,  12  =  I,
1  sp.oi'fc  (codd.  £|j.oi)  und  II,  531,  23  =  II,  1  -/j.Oapitovxd  xe
(codd.  om.  xe)  auf  handschriftlicher  Gewähr  beruhen.  Wie  willkürlich ­
  er  mit  der  Ueberlieferung  verfährt,  zeigen  die  Stellen
II,  525,  25  =  I,  5,  wo  er  y.xxaopcvüv,  und  II,  523,  24  =  I,  9,
wo  er  xixs  auslässt,  II,  533,  9  und  17  =  1,  10  wo  er  a-avxs<;
(codd.  Txavxec)  und  y o PT° ts P ov  (ohne  xe)  schreibt.  In  einzelnen
1  Ich  bezeichne  natürlich  die  Codices  mit  den  Buchstaben,  welche  ich  in
meiner  Ausgabe  gebraucht  habe.

10*
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.