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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

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Schenkl.

das  alle  Jahre  Lebensmittel  oder  Waaren  nach  Athen  brachte
und  daher  allgemein  bekannt  war.  Nun  werden  aber  in  den
Welthafen  Peiraieus  gewiss  alljährlich  viele  grosse  phönikische
Schiffe  eingelaufen  sein.  Und  jedenfalls  würde  Ischomachos,
wenn  er  ein  bestimmtes  Schiff  im  Auge  gehabt  hätte,  dies
irgendwie  näher  bezeichnet  und  nicht  das  ganz  allgemeine  zote
gebraucht  haben.  Daher  vermuthe  ich  e’(q  ti  piy«  tvXoTov  töv
‘boivaaöv.
IX,  16  hat  Stephanus  gewiss  richtig  sy.dcjTW  für  sxaaia  geschrieben; ­
  denn  wenn  man  r/.aata  mit  -/pijaQa!  verbindet,  so
wird  etwas  in  die  Stelle  hineingebracht,  was  offenbar  nicht  im
Gedanken  des  Schriftstellers  liegt.  Es  soll  ja  hier  nur  hervorgehoben ­
  wei'den,  dass  der  Hausherr  das  Recht  hat  Alles,  was
im  Hause  ist,  zu  seinem  Gebrauche  zu  verwenden;  von  der
Art  des  Gebrauches  ist  hier  nicht  die  Rede.  Dazu  kommt,
dass  die  Construction  gekünstelt  und  unklar  ist.  Nur  dies
bleibt  fraglich,  ob  Stephanus  richtig  u  in  w?  geändert  hat,  da
man  auch  an  Sv  denken  könnte.
XI,  13  ist  siuc/jjs'.v  ohne  Zweifel  verderbt  (vgl.  Cobet
N.  L.  589).  Hertlein  (a.  a.  0.  S.  10)  will  dafür  &rawdj&tv  oder
noch  lieber  -/.capiew  schreiben  (vgl.  XI,  §.  9  und  10),  dem  Sinne
nach  gewiss  richtig,  aber  den  Zügen  der  Ueberlieferung  nicht
entsprechend.  Vielleicht  kann  man  auf  ezaücjetv  rathen.  Xenophon
  gebraucht  oft  aüijeiv  -rfjv  toA'.v  (Comm.  III,  7,  2,  Hier.  II,
17,  XI,  13)  und  eicaö^siv  oder  STtaoijdvsiv  rr)v  natpßa  ist  durch
Thuc.  VII,  70  bestätigt.
XI,  16  bezeichnet  Cobet  mit  Recht  das  überlieferte  zpOGv.cpJ.'Co'neq
  als  vitiosum  und  schreibt  dafür  GJ-fAOiJ.i'Co'nsq.  Doch
liegt  wol  der  Ueberlieferung  s'.r/.oij.iifovTec  (Hes.  ”Epy.  606)
näher,  da  elq  bei  dem  vorhergehenden  zapicov  leicht  in  ■xpöq  verderbt ­
  werden  konnte.
XII,  16  btpkpm  o5v  xal  oij;  av  to'.oütouq  yvü  o'rnxq  p,Y)o’  eiu/etpeTv
s-tp.EAYjTac  -ro'jTwv  v.'ikq  y.aöiaTavai.  Man  muss  hier  öidepat  mit  p.vjo’
k-r.'.ye'.psx'i  verbinden,  was  aber  sehr  auffällig  ist,  da  sich  sonst
nirgends  uqpiep.at  in  dieser  Bedeutung  ,aufgeben,  fahren  lassen'
mit  einem  abhängigen  Infinitive  findet.  Will  man  aber  uskp.at
etwa  mit  olq  .  .  .  Z-r.zq  verbinden,  so  ergibt  sich  eine  ebenso
unmögliche  Construction;  denn  weder  wird  AtssSai  in  diesem
Sinne  mit  einem  Objectsaccusative  verbunden,  noch  lässt  sich
            
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