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Schenkl.
den Verdacht der Unechtheit erregt. Nicht geringerem Bedenken
unteidiegt es an solchen Stellen, wo, wie dies übrigens
schon bei den eben genannten zum Theile der Fall ist, die
Codices hinsichtlich seiner Stellung schwanken, wie XIV, 6 %] xai
-outmv KL, y.a't x. esy] cet., XIX, 11 sy/j nach tgütwv FO, nach
ytyvuxjywv ACDEP, nach xotvuv cet., 14 stpy; ayvosTi: TIN, ay. etpvj
cet. IV, 24 ist eqjyj nicht bloss wegen des vorhergehenden
äxoxpivacrOai unzulässig, sondern müsste auch schon bei seiner
schwankenden Stellung (e<p-^ touto J, touto scpY] cet.) verdächtig
erscheinen. Man wird daher besser thun das Wörtchen zu
streichen als es mit Schäfer (Plut. V, 303) in ©ävat zu ändern.
Ueber VIII, 2 und XVII, 10 ist schon oben (S. 123) das
Nöthige bemerkt worden. Aus dieser Erörterung ersieht man,
wie sehr unser Text entstellt ist. Wahrscheinlich trägt er noch
manche andere derlei Schäden, die wir aber bei unseren Hilfsmitteln
nicht mehr zu entdecken vermögen.
Eine dritte Gruppe bilden solche Emblemata, welche bloss
einem Fehler des Abschreibers ihren Ursprung verdanken, der
von derjenigen Zeile, die er gerade abschrieb, auf ein Wort
der vorhergehenden oder nachfolgenden abirrte, so XIV, 6
xpoojpEpwv (aus dem folgenden xpoGfEpöp.Evoc entstanden), XVII, 1
opa? (vgl. opag im Vorhergehenden; man darf dies also nicht
mit Castalio in wpa? ändern), 14 tyjv xpo©yjv (vgl. tyjv xpocp'ry weiter
oben, von Victorius mit Recht ausgeworfen), endlich XX, 29
vopu^siv (aus dem folgenden vopAwcnv entstanden; in 0 über der
Zeile und von Bremi gestrichen).
Wie durch Interpolationen, so hat auch der Text des
Oikonomikos durch den Ausfall von ganzen Sätzen und einzelnen
Wörtern gelitten. Da diese Schäden fast sämmtlich
allen Handschriften gemein sind, so sieht man, dass der Archetypus,
aus dem sie geflossen sind, ein sehr nachlässig geschriebenes
Exemplar gewesen sein muss. Wir beginnen mit den
grösseren Lücken. I, 15 hat Cobet richtig erkannt, dass nach
’lcyypoxoixdi ys mehrere Sätze ausgefallen sind. Die Worte Kai
yap OY] opap sind offenbar nur das letzte Glied einer längeren
Auseinandersetzung, in welcher Sokrates darlegte, wie man von
den Feinden Nutzen ziehen könne. Sicherlich aber ist der Krieg
nicht die einzige Art jener Benützung der Feinde. Ueber die
mit der Interpolation IV, 18 ff. zusammenhängende Lücke im