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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

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Schenkl.

den  Verdacht  der  Unechtheit  erregt.  Nicht  geringerem  Bedenken ­
  unteidiegt  es  an  solchen  Stellen,  wo,  wie  dies  übrigens
schon  bei  den  eben  genannten  zum  Theile  der  Fall  ist,  die
Codices  hinsichtlich  seiner  Stellung  schwanken,  wie  XIV,  6  %]  xai
-outmv  KL,  y.a't  x.  esy]  cet.,  XIX,  11  sy/j  nach  tgütwv  FO,  nach
ytyvuxjywv  ACDEP,  nach  xotvuv  cet.,  14  stpy;  ayvosTi:  TIN,  ay.  etpvj
cet.  IV,  24  ist  eqjyj  nicht  bloss  wegen  des  vorhergehenden
äxoxpivacrOai  unzulässig,  sondern  müsste  auch  schon  bei  seiner
schwankenden  Stellung  (e<p-^  touto  J,  touto  scpY]  cet.)  verdächtig
erscheinen.  Man  wird  daher  besser  thun  das  Wörtchen  zu
streichen  als  es  mit  Schäfer  (Plut.  V,  303)  in  ©ävat  zu  ändern.
Ueber  VIII,  2  und  XVII,  10  ist  schon  oben  (S.  123)  das
Nöthige  bemerkt  worden.  Aus  dieser  Erörterung  ersieht  man,
wie  sehr  unser  Text  entstellt  ist.  Wahrscheinlich  trägt  er  noch
manche  andere  derlei  Schäden,  die  wir  aber  bei  unseren  Hilfsmitteln ­
  nicht  mehr  zu  entdecken  vermögen.
Eine  dritte  Gruppe  bilden  solche  Emblemata,  welche  bloss
einem  Fehler  des  Abschreibers  ihren  Ursprung  verdanken,  der
von  derjenigen  Zeile,  die  er  gerade  abschrieb,  auf  ein  Wort
der  vorhergehenden  oder  nachfolgenden  abirrte,  so  XIV,  6
xpoojpEpwv  (aus  dem  folgenden  xpoGfEpöp.Evoc  entstanden),  XVII,  1
opa?  (vgl.  opag  im  Vorhergehenden;  man  darf  dies  also  nicht
mit  Castalio  in  wpa?  ändern),  14  tyjv  xpo©yjv  (vgl.  tyjv  xpocp'ry  weiter
oben,  von  Victorius  mit  Recht  ausgeworfen),  endlich  XX,  29
vopu^siv  (aus  dem  folgenden  vopAwcnv  entstanden;  in  0  über  der
Zeile  und  von  Bremi  gestrichen).
Wie  durch  Interpolationen,  so  hat  auch  der  Text  des
Oikonomikos  durch  den  Ausfall  von  ganzen  Sätzen  und  einzelnen ­
  Wörtern  gelitten.  Da  diese  Schäden  fast  sämmtlich
allen  Handschriften  gemein  sind,  so  sieht  man,  dass  der  Archetypus, ­
  aus  dem  sie  geflossen  sind,  ein  sehr  nachlässig  geschriebenes ­
  Exemplar  gewesen  sein  muss.  Wir  beginnen  mit  den
grösseren  Lücken.  I,  15  hat  Cobet  richtig  erkannt,  dass  nach
’lcyypoxoixdi  ys  mehrere  Sätze  ausgefallen  sind.  Die  Worte  Kai
yap  OY]  opap  sind  offenbar  nur  das  letzte  Glied  einer  längeren
Auseinandersetzung,  in  welcher  Sokrates  darlegte,  wie  man  von
den  Feinden  Nutzen  ziehen  könne.  Sicherlich  aber  ist  der  Krieg
nicht  die  einzige  Art  jener  Benützung  der  Feinde.  Ueber  die
mit  der  Interpolation  IV,  18  ff.  zusammenhängende  Lücke  im
            
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