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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

Xenopliontisclio  Studien.

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—  o08’  Y.  —  12  t5v  ACDEP.  —  15  ai'Sou  F,  ä8ou  cet.  —  t'ov  äst  XP° V0V
om.  CD.  —  SevoiptoVTo;  ^xopos  olxovop.««!?  F. 1
Aus  diesen  Varianten  ergibt  sieb,  dass  die  Codices  in
zwei  Classen  zerfallen.  Der  ersten  gehören  ACDEFMP  an,
unter  welchen  ACDEP  eine  eigene  Gruppe  bilden,  und  von
diesen  sind  wieder  CD  und  EP  eng  unter  einander  verwandt,
während  A  dem  erstgenannten  Paare  näher  steht  als  dem
zweiten.  Zu  der  zweiten  sind  BGHKLN  zu  rechnen,  unter
denen  wieder  HN  und  KL  als  Zwillingspaare  erscheinen;  mit
dem  ersten,  besonders  mit  N  ist  G  am  nächsten  verwandt,  mit
KL  hingegen  B.  Was  J  und  0  anbetrifft,  so  stimmen  sie
allerdings  mehrfach  mit  der  zweiten  Classe  überein,  dürften
aber  doch  der  ersten  angehören.  Wahrscheinlich  haben  wir  in
ihnen  Revisionen  von  Texten  der  ersten  Classe  zu  sehen,
welche  unter  Zuziehung  einer  Handschrift  der  zweiten  Classe
gemacht  wurden.  Aus  einem  der  Gruppe  KL,  besonders  L
sehr  ähnlichen  Codex  stammt  die  editio  princeps,  die  Juntina
von  1516,  und  daher  die  Vulgata.
Wenn  wir  beide  Classen  miteinander  vergleichen,  so  ergibt ­
  sich,  dass  die  zweite  im  Allgemeinen  einen  besseren  Text
und  somit  mehr  das  Ursprüngliche  überliefert.  Doch  leidet
auch  sie  an  vielen  Verderbnissen,  namentlich  an  willkürlichen
Umstellungen  einzelner  Wörter.  Wenn  man  daher  auch  bei
der  Gestaltung  des  Textes  von  ihr  ausgehen  muss,  so  darf
man  doch  nie  die  Lesearten  der  anderen  Classe  unberücksichtigt ­
  lassen.  In  dieser  macht  sich  die  Hand  eines  Grammatikers
bemerkbar,  der  den  Text  recensiert  und  eine  Reihe  von  Fehlern,
freilich  nur  leichteren,  verbessert  hat.
Dass  übrigens  beide  Classen  auf  einen  und  zwar  ziemlich ­
  verderbten  Archetypus  zurückgehen,  beweist  die  vollständige
Uebereinstimmung  aller  Handschriften  in  den  stärkeren  Corruptelen,
  in  den  Lücken  und  Interpolationen  des  Textes.
Um  nun  zu  zeigen,  was  die  einzelnen  Classen  an  guten  Lesearten ­
  bieten,  geben  wir  ein  Verzeichniss  derselben  und  fügen  hie

!  Es  ist  zu  bedauern,  dass  wir  trotz  der  Collationen  von  Kerst  und  Sauppe
doch  hie  und  da  über  die  Lesearten  von  N  und  M  nicht  vollkommen  im
Klaren  sind.  Da  ich  diese  Codices  nicht  selbst  einsehen  konnte,  so  musste
ich  mich  natürlich  an  meine  Gewährsmänner  halten.
            
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