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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 83. Band, (Jahrgang 1876)

Xenophontische  Studien.

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Dialog'  einer  ziemlich  einseitigen  Kritik  unterzieht.  Dass  er
denselben  als  ein  selbständiges  Buch  las,  Hesse  sich  aus  den
Worten,  p.  44,  2  dXXa  yäp  oüSsv  ev.  zpoaSi«Tp!ßetv  toic  Esvg®övto:
olv.o'io\j.':/,oic  nicht  erweisen,  wenn  wir  dies  nicht  bestimmt  von
seinem  Zeitgenossen  Cicero  wüssten.  Aus  den  Anführungen
Xenopliontischer  Stellen  in  dem  Buche  des  Philodemos  ergibt
sich,  da  dieselben  sehr  frei,  besonders  was  die  Wortstellung
anbetrifft,  gehalten  sind,  nur  sehr  weniges  für  die  Kritik  des
Oikonomikos.  P.  43,  7  (I,  22)  bestätigt  Philodemos  die  Leseart ­
  aller  Handschriften  Ssutcotöv,  wofür  Weiske  Seenotvwv  hersteilen ­
  wollte.  Xenophon  hat  hier,  obwol  schon  §.  20  o&jTtoivat
vorhergeht,  wegen  des  Gegensatzes  zu  oouXct  das  allgemeinere
Becnto-rwv  gesetzt  und  lässt  dann  §.  23  wieder  das  bestimmtere
Seattoivai  eintreten.  P.  42,  17  (III,  15)  liest  man  y.ay.wc  os  gsiouviai,
wofür  die  Handschriften  v.t/.Gk  os  toütwv  TtpaTTop.evtov  ot  oly.oi
geioovTat.  Allerdings  ist  toütmv  ftpaxTOp.evwv  entbehrlich;  es  kann
aber  auch  von  Philodemos  bloss  der  Kürze  wegen  ausgelassen
sein.  Mehr  hat  es  für  sich  öS  olr/.o’.  zu  streichen,  dessen  Wiederholung ­
  kaum  erträglich  ist  und  das  sehr  leicht  nach  der  Manier
der  Abschreiber  als  Glosse  hinzugefügt  werden  konnte.  Hirschig
(Phil.  V,  296)  und  Mehler  in  der  Ausgabe  des  Symposion
(p.  48)  haben,  ohne  sich  auf  Philodemos  zu  berufen,  die  Worte
toütwv  Tipaxtopivwv  oi  oTy.oi  als  unecht  ausgeschieden.
Aus  den  Bruchstücken  der  Bearbeitung  des  Cicero  ergibt
sich  nur,  wie  schon  bemerkt,  dass  er  den  Oikonomikos  als
selbständige  Schrift  vor  sich  hatte  (vgl.  Colum.  XII,  praef.
§.  1—7).  Obwol  nun  Cicero  de  off.  II,  24,  87  seine  Arbeit
als  eine  Uebersetzung  bezeichnet,  so  zeigt  doch  die  Notiz  bei
Servius  Verg.  Georg.  I,  43  (vgl.  Macrob.  Sat.  II,  16),  wonach
der  Oeconomicus  drei  Bücher  umfasste  *,  und  die  Vergleichung
der  erhaltenen  Fragmente,  dass  Cicero  neben  Xenophon  auch
noch  andere  Quellen  benützt  und  den  Stoff  bedeutend  erweitert
hat.  Wenn  er  daher  auch  die  Form  des  Dialoges  zwischen
Sokrates  und  Ischomachos  (Colum.  XI,  1,  5  und  15)  und  den
Gang  des  Gespräches  festgehalten  hat,  so  kann  man  doch
1  Freilich  bleibt,  die  Annahme  möglich,  dass  diese  Äbtheilung  des  Oeconomicus ­
  in  drei  Bücher  erst  einer  späteren  Zeit  angehört,  da  Columella
keine  Bücher  citiert.
            
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