Xenophontische Studien.
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Dialog' einer ziemlich einseitigen Kritik unterzieht. Dass er
denselben als ein selbständiges Buch las, Hesse sich aus den
Worten, p. 44, 2 dXXa yäp oüSsv ev. zpoaSi«Tp!ßetv toic Esvg®övto:
olv.o'io\j.':/,oic nicht erweisen, wenn wir dies nicht bestimmt von
seinem Zeitgenossen Cicero wüssten. Aus den Anführungen
Xenopliontischer Stellen in dem Buche des Philodemos ergibt
sich, da dieselben sehr frei, besonders was die Wortstellung
anbetrifft, gehalten sind, nur sehr weniges für die Kritik des
Oikonomikos. P. 43, 7 (I, 22) bestätigt Philodemos die Leseart
aller Handschriften Ssutcotöv, wofür Weiske Seenotvwv hersteilen
wollte. Xenophon hat hier, obwol schon §. 20 o&jTtoivat
vorhergeht, wegen des Gegensatzes zu oouXct das allgemeinere
Becnto-rwv gesetzt und lässt dann §. 23 wieder das bestimmtere
Seattoivai eintreten. P. 42, 17 (III, 15) liest man y.ay.wc os gsiouviai,
wofür die Handschriften v.t/.Gk os toütwv TtpaTTop.evtov ot oly.oi
geioovTat. Allerdings ist toütmv ftpaxTOp.evwv entbehrlich; es kann
aber auch von Philodemos bloss der Kürze wegen ausgelassen
sein. Mehr hat es für sich öS olr/.o’. zu streichen, dessen Wiederholung
kaum erträglich ist und das sehr leicht nach der Manier
der Abschreiber als Glosse hinzugefügt werden konnte. Hirschig
(Phil. V, 296) und Mehler in der Ausgabe des Symposion
(p. 48) haben, ohne sich auf Philodemos zu berufen, die Worte
toütwv Tipaxtopivwv oi oTy.oi als unecht ausgeschieden.
Aus den Bruchstücken der Bearbeitung des Cicero ergibt
sich nur, wie schon bemerkt, dass er den Oikonomikos als
selbständige Schrift vor sich hatte (vgl. Colum. XII, praef.
§. 1—7). Obwol nun Cicero de off. II, 24, 87 seine Arbeit
als eine Uebersetzung bezeichnet, so zeigt doch die Notiz bei
Servius Verg. Georg. I, 43 (vgl. Macrob. Sat. II, 16), wonach
der Oeconomicus drei Bücher umfasste *, und die Vergleichung
der erhaltenen Fragmente, dass Cicero neben Xenophon auch
noch andere Quellen benützt und den Stoff bedeutend erweitert
hat. Wenn er daher auch die Form des Dialoges zwischen
Sokrates und Ischomachos (Colum. XI, 1, 5 und 15) und den
Gang des Gespräches festgehalten hat, so kann man doch
1 Freilich bleibt, die Annahme möglich, dass diese Äbtheilung des Oeconomicus
in drei Bücher erst einer späteren Zeit angehört, da Columella
keine Bücher citiert.