Neue Bruchstücke Epikur’s, insbesondere über die Willensfrage.
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aüxoü IraXo-psu y.ai v; ipyji tvjv at(itav) —.
1056, 25 = Col. XXVI. '
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(*/.)a9’ ä ti y.ai räepoyi; —.
697, D, r = Col. XIII.
Aus diesen Bruchstücken (deren Verständniss durch die
weitere Mittheilung von nur Halbgeordnetem und Halbverstandenem
eher verdunkelt als erhellt würde) ergibt sich eine
Reihe, wie mich dünkt, unabweisbarer Folgerungen: Epikur
war nickt, wie man bisher annahm, Indeterminist; er war
ein Gegner des Fatalismus, nicht des Determinismus;
er glaubte nicht an die Ursachlosigkeit menschlicher Willensacte;
als sittlich frei galt ihm (wie Voltaire und Anderen)
derjenige, dessen Handlungen durch seine Ueberzeugungen
(86i;ai) bestimmt werden ; er vermied, gleich den besten Denkern
unserer Tage (gleich einem Mill, einem Grote oder Bain), in
der Darstellung des Willensprocesses den Gebrauch des Wortes
Nothwendigkeit, als eines irreleitenden und die deutliche
Auffassung des wahren Sachverhalts trübenden Ausdrucks; er
hielt es gleich diesen Philosophen für unangemessen, die
Wirksamkeit unwiderstehlicher Ursachen und die Wirksamkeit
aller Ursachen überhaupt mit einem und demselben
Ausdruck zu bezeichnen. Endlich, seine Willenstheorie erhielt
eine besondere Färbung durch ihre Verbindung mit der ihm
und Demokrit eigenthiimlichen Erkenntnisslehre. Das Willensproblem
spitzt sich ihm nämlich augenscheinlich zu der Frage
zu: Wie kann ein Willensact durch ein von aussen auf uns
eindringendes Abbild (eiSwXov), das Antecedens jedweder Wahrnehmung
und Vorstellung, erregt und zugleich von der Gesammtheit
unserer Ueberzeugungen, d. h. (in seinem Sinne)
von unserer Gesammtpersönlichkeit bestimmt werden? —
1 Zwischen diesem und dem nächsten Bruchstück können kaum mehr als
2—3 Zeilen gestanden haben.