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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 82. Band, (Jahrgang 1876)

Eine  Sarcopliaginsclirift  aus  der  Ptolemäerzeit.

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nicht  kommt  zu  Sündhaftes  gegen  mich  hei  den  göttlichen
Fürsten,  welche  gesetzt  sind  über  die  Wage.  Mein  Herz  ist
auf  seinem  guten  Wege.  Ich  kenne  die  grossen  Formen  der
Unterwelt,  ein  Wissender  in  Vollkommenheit  auf  Erden.  Oeffnet
Eure  Pforten,  Wächter  der  Thore,  offen  steht  mir  der  Weg
durch  die  Finsterniss.  Ich  sehe  Euch,  die  bei  den  Qerti  seid,
ich  erblicke  die  Schemen  und  Schatten,  ich  schaue  das  Angesicht ­
  der  Götter  wegen  dessen,  was  ich  für  ihre  Person  gethan
habe  durch  Jahre  unter  den  Lebenden,  ich  erkenne  die  Rejdu,
denn  ich  war  auf  Erden  im  Guten,  so  ich  ihnen  erwiesen.  Ich
werde  gezählt  zu  Euch  wegen  meiner  Vollkommenheit  mit  den
Verklärten,  da  ich  verehrte  die  Unterirdischen;  ich  habe  verbracht ­
  die  Lebenszeit  das  Beste  zu  thun,  um  mich  zu  vereinen
mit  Euch  in  Freude.  Möge  ich  sein  im  Innern  (der  Unterwelt)
an  dem  Orte  des  Unnefer  des  Wahrhaftigen.  Nicht  gibt  es
Sterben  wegen  seiner  guten  Kopfstützen!  Ich  gehe  eilends  zum
Herrn  der  Grabregion,  entfernt  ist  Mattigkeit  von  meinen
Gliedern;  ich  neige  mich  zur  Erde  vor  seinen  Geistern;  ich
lebe  mit  Ra,  zu  erwägen  die  Dinge  im  grossen  Saale  der  Unterwelt. ­
  Er  gibt  mir  die  Seele  vereinigt  mit  meinem  Leibe,  er
stellt  fest  mein  Herz  durch  seinen  Schutz,  er  weitet  meinen
Gang  im  Kreise  der  Vorfahren,  welche  betreten  die  Erde  nach
dem  Wunsche  ihres  Plerzens.  Ich  gehe  aus  in  die  Barke  nach
dem  Belieben  des  Ra,  ich  lande  an  dem  Gestade  von  Aa-meri,
ich  sehe  den  Erben  der  beiden  Länder,  leuchtend  in  seinem
Palaste,  indem  er  ausgiesst  Gaben  den  Königen  von  Unterägypten,
  ich  empfange  das  Todtenopfer  am  Jahresende  aus  den
Händen  der  Priester.  Gereinigt  esse  ich  von  den  Broten,  geniesse
ich  von  dem  Getränke  auf  dem  Altäre  des  Götterkreises;  ich
höre  die  heiligen  Preisgesänge  der  Propheten,  indem  sie  schöne
(Hymnen)  recitiren  im  Adytum.  Es  lebt  meine  Seele,  ich  wandle
im  neuen  Leben  meiner  göttlichen  Seele  durch  die  Perioden,
gesichert  im  Hause  der  Tiefe;  ich  lebe  im  Sarge  unter  den
Göttern  ewiglich.
            
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