Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 82. Band, (Jahrgang 1876)

Eine  Sarcophaginschrift  aus  der  Ptolemäerzeit.

89

Herrlichkeiten  des  Osiris,  dieses  Eures  Fürsten,  gleich  einem
Könige,  Ihr  lebet,  wie  er  lebet,  Ihr  rufet  an  den,  der  in  seiner
Sonnenscheibe  ist.  Führet  mich  auf  Eurem  Wege,  dass  meine
Seele  eingehe  durch  die  geheimnissvollen  Thore.  Ich  bin  einer
von  Euch,  zu  schlagen  die  Wunden  dem  Apophi,  um  fern  zu
halten  den  Platz  der  Vergeltung  der  Grossen  der  Unterwelt.
Ich  triumphire  über  meine  Feinde  durch  den  grossen  Gott  in
seiner  Scheibe,  im  Himmel,  auf  Erden,  im  Süden,  Norden,
Westen  und  Osten,  ein  Diener  des  Osiris,  des  grossen  Gottes,
des  Herrn  von  Abydos,  welcher  mich  belohnt  vor  sich  im
(unterirdischen)  Thale;  ich  triumphire  durch  die  grossen  Fürsten
insgesammt,  wie  diese  lebenden  Gestirne.  Es  sprüht  Feuer
meine  Seele  gegen  den  Fresser  der  Körper  der  Todten;  ein
jeder  kommt,  indem  ich  vernichte  Apophis  mit  Verderben.
Osiris  ist  in  Freude,  Ra  leuchtet  in  Befriedigung,  indem  sie
gewähren  Triumph  den  Seelen  aller  -vollkommenen  Verklärten,
der  guten  Diener  von  Tat'eser,  dem  Orte  des  Lebens  der  göttlichen ­
  Seelen.  Oeffnet  mir  Eure  Pforten  in  Frieden,  erschliesset
  mir  das  Land  der  beiden  Qerti,  damit  ich  aus-  und
eingehe  in  die  Unterwelt,  damit  ich  durchschreite  das  Land
nach  meinem  Wunsche.  Nicht  vergeht  meine  Seele,  nicht  verdirbt ­
  mein  Leib,  ich  werde  erschaut.  Ich  bin  ein  Geehrtei-,  der
aufgenommen  wird  in  die  Unterwelt  an  den  Thoren,  nicht
werde  ich  zurückgewiesen  bei  meinem  Kommen.  Wächter
der  Pylonen,  reichet  mir  Eure  Arme,  damit  ich  mich  vereinige ­
  mit  den  in  Frieden  Ruhenden,  welche  sich  befinden  in
Meseq,  wachet  über  meinem  göttlichen  Sarge,  der  ich  ein
Sohn  bin,  vertreibet  das  Böse,  es  sei  hinter  mir.  Möge  ich
eingehen  in  das  Haus  der  Tiefe  des  Sen,  möge  ich  besuchen
den  guten  Ort  an  dessen  Platze,  mögen  verkündet  werden  meine
Tugenden  im  grossen  Saale  der  Verklärten  des  Himmels.  Mein
Herz  verabscheuet  Lügen;  ich  kenne  seine  Geister,  des  grossen
Gottes  der  Unterwelt;  nicht  gibt  es  Sünde  gegen  ihn,  da  ich
vermied,  was  seine  Person  hasst,  nicht  war  ich  bedacht  zu
thun,  was  er  verabscheut,  nicht  nahm  ich  etwas  durch  Stehlen,
nicht  schädigte  ich  (Jemanden)  während  der  Jahre,  nicht  verbrach ­
  Lügen  mein  Mund  seit  meiner  Geburt,  von  meinem
Knabenalter  an  bis  zu  meinem  Greisenalter,  Ueberhebung  war
nicht  an  mir  vom  Anfang  bis  heute.  Ich  habe  geehrt  die  Manen,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.