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Wieser.
eines in der Marciana zu Venedig-: ,B. Ag-nese f. Ven. 1545,
die 8. Mai 4 ; f ein anderes, in einer italienischen Privat-Bibliothek
befindliches Exemplar: B. Agnese f. Ven. 1554, die
15 julij; 2 eine der frühesten Redactionen aus dem Jahre 1536
besitzt das British Museum in London, 3 etc. etc.
Ob der Portulan in der k. k. Fideicominis-Bibliothek in
Wien 4 den Namen des Verfassers und die Datirung- enthält,
vermag- ich nicht anzugeben, da ich leider nicht in der Lage
war, denselben zu vergleichen.
Dagegen fand ich auf der k. k. Ilof-Bibliothek in Wien ein
Exemplar, 5 in welchem ursprünglich auf Karte 1 (grosser Ocean)
der Name des Zeichners und das Datum der Anfertigung angegeben
gewesen. Von einer ruchlosen Hand wurde später leider
die Datirung durch Rasur getilgt. Ein paläographisch geübtes
Auge vermag indessen aus einzelnen stehen gebliebenen Resten
noch den grössten Theil der Inschrift zu entziffern; es scheint
geheissen zu haben:
,Baptista agnese ianuensis fecit venetiis
15 — — die — Februarij (?) 4 .
Auch auf der folgenden Karte (atlantischer Ocean) ist
eine Notiz radirt; man liest noch: ,Anno 15 4
Wann der Portulan des spanischen Infanten gefertiget
worden, lässt sich aus der Summe kartographisch dargestellten
1 P. Matkovic ,Alte handschriftliche Schifferkarten in den Bibliotheken
zu Venedig- 1 in den Mittheilung-en d. k. k. geograph. Gesellschaft in
Wien 1862 p. 89 ff.
- PI. Zurla: ,Sülle antiehe niappe idro-geograficlie Iavorate in Venezia 1 ,
im Anhänge zu seinem interessanten Werke ,Di Marco Polo e deg'li
altri viaggiatori Veneziani'. Venezia 1819, Vol. II. p. 369. Zahlreiche
andere, theils datirte, theils undatirte Exemplare des Portulaus Agnese,
welche sich in Italien befinden, werden erwähnt in den ,Atti della
Societa Ligure di storia patria“, Vol. IV. Genova 1866.
3 Vergl. das vortreffliche, mit mustergiltiger Exactheit gearbeitete Werk
von J. G. Kohl: ,Die beiden ältesten General-Karten von Amerika“,
Weimar 1860, p. 46.
4 Erwähnt von Chavanne und Steinhäuser 1. c.
5 Cod. membr. Nr. 623. Auf der Rückseite des letzten Blattes steht von
einer Hand, wenn ich nicht irre, des vorigen Jahrhunderts: ,Conventus
Vienn. fratrum Discal. S. P. Augustini“. Die Handschrift war also früher
Eigenthum des Augustiner-Barfiisser-Klosters in Wien.