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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 82. Band, (Jahrgang 1876)

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Hofier.

(uno  de’  savij  del  consiglio)  sehr  entschieden  gegen  jede  Unterstützung ­
  der  Franzosen,  wenn  diese  aufs  Neue  einen  Versuch
machen  würden,  Mailand  zu  erobern.  Anderer  Ansicht  war
Georgio  Cornaro,  man  möge  erst  die  wahren  Absichten  des
Kaisers  in  Betreff  des  Friedens  erforschen,  wesshalb  Luigi
Mocenico  (cavalliere  e  consigliere),  Georgio  Cornaro  (procuratore)
  und  Marco  Antonio  Veniero  (dottore)  den  Auftrag  erhielten, ­
  sich  mit  Adorno  zu  benehmen.  1  Aber  auch  Adrian
wirkte  auf  diesen  ein  und  betrieb  ohne  Wissen  des  venetianischen
  Senates  bei  dem  Könige  von  England  die  Freilassung
der  zwei  venetianischen  Galeeren,  welche  jedes  Jahr  des  Handels ­
  wegen  nach  England  geschickt  wurden  und  auf  die  König
Heinrich  Beschlag  gelegt  hatte.  Als  dann  an  der  Stelle  des
Bischofs  von  Pola  Lorenzo  Campeggio,  Bischof  von  Feltre  als
päpstlicher  Nuntius  nach  Venedig  gekommen  war,  bot  auch
dieser  alles  auf,  Venedig  zum  allgemeinen  Frieden  und  zum
Türkenkriege  zu  bewegen.  Der  Senat  antwortete,  dankend  für
die  Gesinnungen  des  Papstes,  aber  mit  dem  Bedeuten,  dass,
wenn  er  einen  allgemeinen  Kreuzzug  zu  Stande  brächte,  Venedig ­
  sich  nicht  ausschliessen  würde.  Bei  den  Verhandlungen
mit  dem  Kaiser  bereitete  aber  das  Verlangen  des  letzteren,
dass  Venedig  die  Vertheidigung  Neapels  gegen  die  Türken
übernehmen  sollte,  sowie  die  Auseinandersetzung  wegen  der
exilirten  venetianischen  Unterthanen  die  grössten  Schwierigkeiten, ­
  die  durch  das  Erscheinen  des  Baltassar  Glesio,  Botschafter ­
  Erzherzogs  Ferdinand  eher  vermehrt  als  vermindert
wurden.  Auch  König  Franz  säumte  nicht,  den  Versuch  zu
wagen,  nochmal  auf  die  Venetianor  einzuwirken.  Er  versicherte
den  venetianischen  Botschafter  Girolamo  Badoer  von  seiner
Absicht,  sobald  wie  möglich  ein  Heer  nach  Italien  zu  senden.
Er  beauftragte  Kenzo  di  Ceri  und  Ambrosio  von  Florenz,  gemeinsam ­
  mit  seinem  Botschafter  in  Venedig,  Villiers,  dem
Senate  Anzeige  von  diesem  Vorhaben  zu  machen  und  ihn  aufzufordern, ­
  an  dem  Vertrage  festzuhalten.  Der  Senat  befand
sich  zwischen  König  Karl  und  König  Franz  in  qualvoller  Lage,
entschloss  sich  aber  zuletzt  doch,  dem  Könige  die  vertragsmässige
  Hilfe  abzuschlagen,  sich  aber  dabei  auf  die  Friedens-1

  maravigliosamente  affaticavasi  per  la  coneordia  cli  Principi  1.  c.  68.
            
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