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Hofier.
Papste das Amt eines Vermittlers. Ihm sollten die Castelle von
Mailand und Cremona, die Städte und Festungen von Fuentarabia
und Ilesdin für die Zeit des Waffenstillstandes übergeben
werden. Dasselbe solle mit Tournay geschehen. Der Waffenstillstand
sollte drei Jahre oder doch so lange als der Krieg
mit den Türken dauern. Karl wünschte ferner von den Verpflichtungen
des Windsor-Vertrages mit König Heinrich (letzterem
jährlich 135.000 G-oldthaler zahlen zu müssen) durch
den Papst befreit zu werden und verlangte dazu Adrians Vermittlung.
Ebenso Aufhebung aller geistlichen Censuren für
die Fürsten, die sich am Türkenkampfe betheiligen würden,
Einwirkung des Papstes auf die Schweizer, Gewährung der
spanischen Quarta, endlich selbst Einreihung tüchtiger B ettelmönche
in das Heer. Da der Papst nach einer Correspondenz
in Ziffern sich sehr starker Ausdrücke gegen Kaiser Karl bedient
hatte, 1 sollte der Botschafter ihn besänftigen. Weitere
Aufträge bezogen sich auf die Rechte des Reiches an Modena
und Reggio und das Project einer bloss defensiven Liga, sowie
eines Waffenstillstandes im Mittelmeere. Letzteren verwarf
Karl ganz, da er nur den französischen Corsaren Vorschub leiste.
Zuletzt kam noch eine Rechtfertigung des Benehmens Don
Juan Manuels, der endlich (März 1523) nach Valladolid gekommen
war und dessen Befreiung von den kirchlichen Censuren
jetzt Karl wünschte.
Es lag dem Kaiser unendlich viel daran, den Papst umzustimmen;
aber die Vorschläge, welche die Denkschrift enthielt,
waren im Ganzen doch nichts anders als eine Reihe von
Vortheilen, welche sich Karl ausbedingte, gleich als wäre
Ilhodus nur untergegangen, damit er dem Papste eine Rechnung
stellen und sich noch grössere Vortheile aus dem allgemeinen
Unglücke erholen könne.
Am 21. April erhielt der Herzog neue Aufträge. Er solle
auf Dietrich Hezius, der bei dem Papste so viel gelte, einwirken,
ihm vorstellen, dass er ein Unterthan Kaiser Karl s
sei, der Papst lebe nicht ewig, die Fürsten besässen aber viele
Mittel, diejenigen zu bestrafen, die ihnen nicht dienten, und
die Gewohnheit, geleistete Dienste zu belohnen. Hezius möge
1 que nuestras cartas no son maduramente digestas. Gachard p. 183.