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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 82. Band, (Jahrgang 1876)

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Ka  11enbr  un  ner.

Februar  erhalten.  Dagegen  ist  der  Computus  vollständig  mit
Ausnahme  des  Abschnittes  über  das  Osterfest,  welcher  überhaupt ­
  in  mehreren  Ausgaben  fehlt.  Der  Kalender  endet  mit
den  Worten:  ,also  ist  begriffen  diss  Kalenders  nutz  und  tuglichkeit
  nach  meinem  slechtem  tewtsche  und  chlainen  vermugenh
  Im  Vergleich  zu  den  nun  folgenden  lateinischen  Kalendern ­
  ist  diese  Ausgabe  eine  selbstständige  Redaction.
2.  Die  lateinischen  Kalender:
a)  Gedruckt  von  Regiomontan  1474  unter  dem  Titel:  Kalendarium ­
  novum,  quo  promuntur  conjunctiones  verae  atqüe
oppositiones  luminarium  et  eclipses  eorum  figuratae,  loca  luminarium
  vera  quotidie,  horarum  tarn  aequinoctialium  quam
temporalium,  discrimina  duplici  instrumento  ad  quasvis  habitationes
  ac  alia  plurima  scitu  jucundissima.  1
b)  Gedruckt  zu  Venedig  1476  von  den  Druckern  Bernhardus
  Pictor  de  Augusta,  Petrus  Jostlin  de  Langenzen  und
Erhard  Ratdolt  de  Augusta.  Von  letzterem  allein  abermals  aufgelegt ­
  in  den  Jahren  1489,  1492,  1496,  1499.
c)  Neu  herausgegeben  zu  Venedig  im  Jahre  1482  und
wiederholt  in  den  Jahren  1483  und  1485.  2
3.  Die  Uebersetzungen:
a)  Deutsche  Uebersetzung  der  Ausgabe  b.  Venedig  1478.
b)  Italienische  Uebersetzung  der  Ausgabe  b.  Venedig  1476. 3
c)  Deutsche  Uebersetzung  gedruckt  durch  Erhard  Ratdolt
von  Augsburg  in  den  Jahren  1489  und  1496.
Alle  diese  Kalender  enthalten  sich  gänzlich  der  Astronomie. ­
  Jedoch  scheint  frühzeitig  mit  dem  Namen  des  grossen
Mannes  Missbrauch  getrieben  worden  zu  sein;  denn  Mädler 1
führt  zwei  auf  der  Göttinger  Bibliothek  befindliche  Kalender
an,  die  den  Namen  des  ,maister  KünigsbergeU  tragen  und  voll
astrologischen  Unsinns  sind.  Manches  in  Mädler’s  Beschreibung ­
  passt  nun  allerdings  zu  den  echten  Kalendern  und  es  ist
ja  möglich,  dass  auf  Grund  derselben  derartige  dem  Geschmacke
1  Bei  der  vorangehenden  Besprechung  habe  ich  diese  Ausgabe  zu  Grunde
gelegt.
2  Beschrieben  bei  Kästner  Geschichte  der  Mathematik.  II.  529.
3  Beide  haben  gleiches  Format  und  gleiche  Lettern  wie  die  lateinische
Ausgabe.
4  A.  a.  O.  pag.  131.  u.  ff.
            
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