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Kalten!) runnef.
zugewiesen hat. (Numerus aureus. Stunde. Minute. Einmal den
Neumond, einmal den Vollmond anzeigend.) Hier tritt nun der
schon angedeutete Fall ein, dass der Anfang des Cyclus nicht mit
dem numerus aureus I zusammenfällt. Denn das erste Jahr des
ersten neunzehnjährigen Cyclus ist 1439 (num. aur. XV); somit
geht der grosse sechsundsiebzigjährige bis 1515. Die Stellung
der bissextilen Jahre ist so, dass im 3. Cyclus nur 4 Schaltjahre
sind, daher stehen die Neumonde des 4. Cyclus denen
des 3. um 16 Stunden 32 Minuten nach. Bei der Weiterzahlung
nach mittleren Mondmonaten kommt es nun öfter vor, dass
zwei numeri aurei auf denselben Tag kommen, dann sind sie
sammt den zu ihnen gehörigen Stunden und Minuten durch
die die betreffende Rubrik begrenzenden Linien geschrieben.
Der Fortschritt im Kalender liegt nun darin, dass Johannes
de Gamundia für seine längere Gültigkeit und Brauchbarkeit
gesorgt hat. Wir haben gesehen, dass nach 76 Jahren
die mittleren Neumonde um 5 St. 52 M. früher eintreten als
die ihnen entsprechenden Erscheinungen des Sonnenjahres, und
somit die Gültigkeit der Mondkalender erlischt. Johann stellt
nun in den Canones eine Tabula continuationis conjunctionum
et oppositionum auf, in der er für die vier sechsundsiebzigjährigen
Cyclen von 1515—1819 die Anzahl von Stunden
und Minuten gibt, welche von den im Kalender stehenden Zahlen
abgezogen werden müssen. Nach 1515 konnte man daher auf
folgende Weise eine Neu- oder Vollmondsbestimmung machen.
Zunächst musste man bestimmen, in welchen der von 1515 an
gezählten sechsundsiebzigjährigen Cyclen das laufende Jahr gehörte;
für denselben erhielt man aus der Tabula die Reductionszahl.
Nun berechnete man den numerus aureus des Jahres und
ferner in welchen der vier neunzehnjährigen Cyclen innerhalb
des grossen sechsundsiebzigjährigen es zu stehen kommt. Jetzt
brauchte man nur in der Mondtafel den entsprechenden Cyclus
und innerhalb desselben den numerus aureus aufzusuchen und
von der dort gefundenen Angabe die Reductionszahl abzuziehen,
um das gewünschte Resultat zu erhalten.
Ich habe schon gesagt, dass ich im beschränkten Sinne
den Codex 2240 als den Originalcodex des Kalenders ansehe;
diese Beschränkung wird mir durch den Umstand auferlegt,
dass sich hie und da bei der Weiterzahlung kleine Fehler ein-