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Kalte n brunner.
im anderen 6939 als ihre Tagessumme. In Gruppen von 76
Jahren trifft der erste Fall dreimal, der zweite einmal ein, nach
76 Jahren stehen dann die Schaltjahre innerhalb der neunzehnjährigen
Cyclen wieder auf denselben Plätzen. Da nun im
ersteren Falle die Tagessumme der solaren Jahre grösser ist
als die der Mondumläufe, so werden nach Ablauf eines solchen
5 Schaltjahre enthaltenden Cyclus die Neumonde im nächsten
Cyclus auf frühere Stunden, eventuell auf einen früheren Tag
fallen als im abgelaufenen. Im zweiten Falle dagegen ist die
Tagessumme der Mondumläufe grösser als die der solaren
Jahre, die Neumonde werden daher nach Ablauf eines solchen
Cyclus später eintreten als im vorhergehenden. Freilich ist
auch hier die Rechnung nicht genau. Der dreimalige Ueberschuss
der solaren Jahre beträgt (6940 — 6939 T. 16 St.
32 M.) X 3 = 22 St. 24 M. Der einmalige Ueberschuss der
Mondumläufe dagegen 6939 T. 16 St. 32 M. — 6939 T. = 16 St.
32 M. Somit bleiben die Neumonde nach 76 Jahren um 5 St.
52 M. hinter den solaren Jahren zurück, was nach viermaliger
Wiederholung also nach 304 Jahren, beiläufig 1 Tag beträgt.
Man sieht, dass das Endresultat den gleichen Fehler aufweist als
der Dionysisch-Bedaische Cyclus.
Um das früher Gesagte für den Kalender praktisch zu
verwerthen, musste die linea angelica, welche in den Kalendarien,
etwa seit dem 12. Jahrhundert, die die Neumondstage
bezeichnenden numeri aurei enthielt, zu einer vierfachen erweitert
werden. Dies that denn Robert; er zählte nach mittleren
Mondumläufen — wohl nur nach Tagen und Stunden —
76 Jahre durch, und setzte zu den Tagen, auf welche er mit
Berücksichtigung der Mitterna'chtsepoche gelangte, den numerus
aureus des laufenden Jahres. Nach den Worten der Notitia:
,secundum astronomicam veritatem' wird er auch den Fehler
des Lunarkalenders, der zu seiner Zeit etwa 3 Tage betrug,
berücksichtigt haben. Ein solches Vorgehen konnte wegen der
oben erwähnten Zahlenverhältnisse nur für 76 Jahre gelten.
Dass sich dessen Robert bewusst war, geht daraus hervor, dass
er ■— wie schon früher angeführt wurde — durch Auslassen
eines Tages in je 300 Jahren das Sonnenjahr und den Mondkalender
corrigirt wissen wollte. Somit konnte er auch nicht
schon nach 76 Jahren eine Correctur des letzteren eintreten