Tirnovo’s altbulgarisclie Baudenkmale.
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Fig. 7.
überhöhten Ikonostasis steht, deren Heiligenbilder mit goldenen
Nimben und silbernen Gewandungen grell beleuchtet erscheinen,
endlich durch die von frommen Pilgern gespendeten Ampeln,
Strausseneier u. s. w., die allenthalben an Ketten und Schnüren
herabhängen.
Gehe ich nun zu einigen Details über, so erscheint es
mir unzweifelhaft, dass die Piedestale, Stämme und Köpfe der
sechs Marmorsäulen von einem weit älteren monumentaleren
Bau herrühren. Die mit Akanthusblatt u. s. w. verzierten
trapezförmigen und Composit-Capitäle (Fig. 5, 6, 7) gleichen
jenem S. 272 erwähnten
Vorbau der ,Kavak-Baba-Tekessi
Dschami“
und dürften gleichfalls
von der alten Caren-Kathedrale
am ,Carevec‘
herstammen. Ist diese
Vermuthung richtig und
Material, Grösse, sowie
ihre Ornamente sprechen
dafür, dann müsste der
einstige Carenbau auf
dem ,Hissar‘ mindestens
zwölf Säulen gezählt
haben, was allein
schon auf seine Bedeutung
schliessen lässt. Die
Form der Säulenpiedestale
zeigt Fig. 8.
Die Platte des grossen
marmornen Opfertisches
im Altarraum der kleinen
Kirche ist mit hübsch
ausgeführten geometrischen
Linear-Ornamenten geziert (Fig. 9), sonst ist von Skulpturen
im Innern nichts zu sehen. Es wäre denn, die hart vor
der Ikonostasis in den Boden eingelassene, mit bischöflichen
Insignien geschmückte Marmortafel zu Ehren des griechischen
hrzbischofs Hilarion, dessen Wirksamkeit ich an anderer
Capital aus der li. Peter und Paulskirclie.
Fig.
Säulenbasis aus der b. Peter und Paulskirclie.