Tirnovo’s altbulgarische Baudenkraale.
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ä la vue skizzirten Grundriss Fig. 2 zeigt, erinnerte auch
nicht entfernt an byzantinische Constructionen. Es war ein
weiter oblonger Raum, dessen Hauptschmuck viele antike
Säulenstämme bildeten. Man hatte sie je zwei aufeinandergestellt
und in dieser Weise geschickt, aber barbarisch zu
bis an die Decke reichenden Stützen verbunden. Eine der links
stehenden Säulen trägt eine etwa zwei Meter lange Inschrift. 1
Ich musste darauf verzichten sie zu copiren, denn mein vieles
Notiren hatte meinen Imam - Cicerone bereits unruhig gemacht
und doch war mir sein guter Wille geradezu unentbehrlich zur
Untersuchung eines an der Moschee gegen Süden lehnenden
alten Baues, der, zwischen Bäumen versteckt, gleich beim Eintritte
in den Vorhof meine Aufmerksamkeit erregt hatte.
Die Excursion in diese Ruine war nicht ganz gefahrlos,
doch lief Alles heil ab. Auf morschen Leitern und unter
überhängenden Mauerstücken herumklimmend, war ich an die
ehemalige Hodschawohnung gelangt. Hier stiess ich zuerst
auf die Reste übertünchter Fresken. Sie waren zweifellos
byzantinischen Ursprungs, wenngleich in einem Grade der
Zerstörung, der kein sicheres Urtheil über das Alter der Baute
gestattete. Nur so viel vermochte ich festzustellen, dass dieser
durch vielfache spätere Veränderungen entstellte Bau nicht aus
1 Es ist wahrscheinlich dieselbe, welche Daskalov veröffentlichte. In barbarischem
Griechisch abgefasst, soll sie von Omortag, dem Nachfolger
des grossen finno-bulgarischen Herrschers Krum (um 820) herrühren.
Grundriss der Kavak-Baba-Tekessi Moschee.