Entfernung des Sonnen-Apogaeuras von dem Frülilingspunlite.
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Diese Berechnung- des Sonnen-Apogaeums unterscheidet
sich von der im Almagest (lib. III, cap. IV) enthaltenen nur
dadurch, dass statt der bei den Alten gebräuchlichen Sehne
(Cliorde) bereits der Sinus eingeführt ist nach der bekannten
Relation: Der Sinus eines Winkels ist die halbe Sehne des
doppelten Winkels.
Der Kreis wird in 360 Grade eingetheilt; die Unterabtheilungen
des Grades, dessen Werth hier als Einheit angenommen
wird, sind nach der bei den Mathematikern des
Alterthums und Mittelalters üblichen Sexag-esimaltheilung Minuten
(0 Gö)’ Secunden (") (ej>»)> Tertien ('") (~), Quarten
( IV ) Quinten ( v ) u. s. w.; jede dieser Einheiten ist
somit der 60. Theil der zunächst vorhergehenden. Der Sinus
wird so angegeben, dass man den Radius des Kreises als einen
Grad nimmt. Demnach wird auch der Sinus in Minuten, Secunden,
Tertien u. s. w. ausgedrückt, und der grösste Werth,
den derselbe erreichen kann (sinus totus), ist ein Grad.
Um nun die Stelle des Apogaeums zu berechnen, müssep
aus den Beobachtungen folgende Angaben bekannt sein:
1. Die Länge des tropischen Jahres, oder, was hier auf
dasselbe hinauskommt, die mittlere tägliche Bewegung der Sonne.
2. Die genaue Länge von zwei unmittelbar aufeinander
folgenden Jahreszeiten; im vorliegenden Falle die Dauer des
Frühlings und des Sommers.
Mit Hilfe dieser drei Grössen berechnet man vorerst die
Entfernung zwischen den Mittelpunkten der Welt (Erde) und
der Sonnenbahn, hierauf das Apogaeum selbst. Bezeichnet man
die tägliche Bewegung der Sonne mit [i., die Dauer der einen
Jahreszeit (in Tagen) mit a, die der anderen mit b, und
setzt man ja« = a
\j,b — ß,
so hat man für die Distanz der beiden Centra (D):
D = j/Vni ■ + t^!i r TliFL---“-+fcIg , -90»).
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