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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 82. Band, (Jahrgang 1876)

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Pfizraaier.

zu  dem  Amte  eines  mittleren  Gehilfen  des  kaiserlichen  Vermerkers
  versetzt.  Wo  immer  er  untersuchte  und  beschuldigte,
mied  er  nicht  die  begünstigten  Verwandtschaften.  m  Tan,
König  von  Liang,  handelte  dem  Gesetze  zuwider.  Tscheu-tsch’ü
zog  dieses  in  einer  Schrift  eingehend  in  Untersuchung.
Da  ereignete  es  sich,  dass  7^  ^  Thsi-wan-nien,
ein  Mensch  des  Volksstammes  &  3^  Ti-khiang,  sich  empörte. ­
  1  Die  Diener  des  Hofes  hassten  Tscheu-tsch’ü  wegen
dessen  Derbheit  und  Geradheit.  Sie  sagten:  Tscheu-tsch’ü  ist
der  Sohn  eines  berühmten  Anführers  von  U.  Seine  Redlichkeit
und  Standhaftigkeit  sind  wirklich  ausnehmend.  —  Man  liess
ihn  daher  dem  Lehensfürsten  Tsiün  von  Hia 2  sich
anschliessen.
^  Sün-sieu,  der  im  Westen  Eroberungszüge  machende
Heerführer  von  ik  m  Fö-pho,  wusste,  dass  Tscheu-tsch’ü
den  Tod  finden  werde  und  sagte  zu  ihm:  Du  hast  eine  alte
Mutter.  Du  kannst  dich  damit  entschuldigen.  —  Tscheu-tsch’ü
sprach:  Die  Wege  der  Redlichkeit  und  der  Aelternliebe,  wie
können  sie  beide  unversehrt  bleiben?  Hat  man  sich  einmal
von  den  Seinigen  verabschiedet,  um  dem  Gebieter  zu  dienen,
wie  könnten  da  die  Aeltern  wieder  den  Sohn  besitzen?  Der
heutige  Tag  ist  es,  an  dem  ich  gestorben  bin.
Thsi-wan-nien  erfuhr  dieses  und  sagte:  Der  Gebieter  des
Sammelhauses  von  dem  Geschlechte  Tscheu  überwachte  einst
Sin-ping.  Ich  weiss,  dass  er  ein  Mensch  ist,  der  in  seiner  Begabung ­
  zugleich  den  Schriftschmuck  und  die  Kriegskunst  erfasst.
Wenn  er  kommt  und  ausschliesslich  dabei  entscheidet,  so  kann
ich  mich  mit  ihm  nicht  messen.  Wenn  er  von  anderen  Menschen ­
  Anordnungen  in  Empfang  nimmt,  so  bringt  dieses  nur
seine  Gefangennehmung  zuwege.
Hierauf  wurde  Tan,  König  von  Liang,  zu  einem  im  Westen
Eroberungszüge  machenden  grossen  Heerführer  ernannt  und

1  Dieses  Ereigniss  fällt  in  das  sechste  Jahr  des  Zeitraumes  Yuen-khang
(296  n.  Chr.).
2  Derselbe  war  der  Sohn  des  Kaisers  Siuen  und  wurde  zu  verschiedenen
Zeiten  in  verschiedene  Lehen  als  Lehensfürst  und  König  eingesetzt.  Er
führt  in  der  Geschichte  den  Namen  Tsiiin,  König  von  Fu-fung,  wird  jedoch
als  Lehensfürst  von  Hia  sonst  nirgends  erwähnt.
            
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