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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 82. Band, (Jahrgang 1876)

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Pflzmaier.

keinen  Gebrauch  machen  und  richtete  dadurch  sein  Haus  zu
Grunde.
Yang-tsiün  war  in  den  Beziehungen  des  Alterthums  unwissend ­
  und  handelte  den  alten  Vorbildern  zuwider.  Seit  dem
Tode  des  Kaisers  Wu  hatte  man  noch  kein  Jahr  überschritten,
und  man  veränderte  den  Namen  des  Zeitraumes.  1  Alle  Beratenden ­
  meinten,  dieses  sei  gegen  den  Geist  des  Frühlings  und
Herbstes,  worin  es  heisst:  Wenn  das  Jahr  überschritten  ist,
schreibt  man  das  Gelangen  zu  der  Rangstufe.  In  der  Vorhalle
des  Hofes  bedauerte  man  den  früheren  Fehler  und  liiess  die
vermerkenden  Obrigkeiten  es  ungültig  machen.  Desswegen
veränderte  man  im  ersten  Monate  des  nächsten  Jahres  wieder
den  Namen  des  Jahres.  2
Yang-tsiün  wusste,  dass  er  nichts  Gutes  zu  hoffen  habe
und  dass  er  sich  mit  dem  Nahen  und  Fernen  nicht  werde  befreunden ­
  können.  Er  hielt  sich  daher  an  das,  was  einst  Kaiser
Ming  von  Wei  gethan,  als  er  zu  seiner  Rangstufe  gelangte.
Er  brachte  sofort  in  grossem  Maasse  Lehen  und  Belohnungen
zur  Austheilung  und  wollte  sich  dadurch  bei  der  Menge  beliebt
machen.  Die  Lenkung  führte  er  streng  und  mit  zermalmender
Gewalt,  Vorstellungen  gegenüber  war  er  hartnäckig  und  eigenwillig. ­
  Er  gewann  nicht  die  Herzen  der  Menge.
Sün-thsu,  Statthalter  von  Fung-yi,  stand  mit  ihm
auf  sehr  gutem  Fusse.  Er  sprach  mit  ihm  und  sagte:  Du  als
äussere  Verwandtschaft  befindest  dich  in  der  wichtigen  Stellung ­
  der  Männer  P  I  und  ,|||  Hö,  3  hältst  in  den  Händen
eine  grosse  Macht,  stützest  den  schwachen  Gebieter.  Du  sollst
emporblicken  und  gedenken  des  höchst  öffentlichen,  höchst  wahrhaftigen, ­
  bescheidenen  und  willfährigen  Weges  der  Menschen
des  Alterthums.  In  Tscheu  ist  es  Tscheu-schao,  welcher
der  Vorgesetzte  wurde.  In  Han  sind  es  ^  Tschü,  Hiü,
j^f  und  Meu.  4  Es  gab  noch  keine  gemeinen  Geschlechter, ­
  welche  ausschliesslich  an  dem  Hofe  walteten  und
im  Stande  waren,  in  Glück  und  Segen  zu  enden.  Jetzt  sind

1  Dieser  neue  Zeitraum  von  der  Dauer  eines  Jahres  ist  Yung-hi  (290  n.  Chr.).
2  Man  schuf  den  Zeitraum  Yuen-khang  (291  bis  299  n.  Chr.).
3  Offenbar  die  bereits  früher  genannten  I-yün  und  HÖ-khiü-ping.
4  Da  es  mehrere  Männer  mit  diesem  Geschlechtsnamen  gab,  lässt  sich  nicht
bestimmen,  welche  hier  gemeint  sind.
            
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