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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 82. Band, (Jahrgang 1876)

Aus  der  Geschichte  des  Zeitraumes  Yuen-kliang  von  Tsin.

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und  Ko-yi  meldeten  in  einer  Denkschrift:  Yang-tsiün
besitzt  eine  geringe  Geschicklichkeit,  man  kann  ihm  nicht  die
wichtige  Sache  der  Landesgötter  anvertrauen.  —  Der  Kaiser
befolgte  dieses  nicht.
Seit  dem  Beginne  des  Zeitraumes  Thai-khang  (280  bis
289  n.  Chr.)  war  in  der  Welt  Friede.  Der  Kaiser  wendete
den  zehntausend  Triebwerken  nicht  mehr  seine  Aufmerksamkeit
zu  und  hatte  nur  Sinn  für  Wein  und  Wollust.  Als  er  der
Kaiserin  erst  seine  Dunst  geschenkt  hatte,  machten  seine  Gefährten ­
  Meldungen  über  öffentliche  Angelegenheiten,  jedoch  Yangtsiün
  sowie  ft  Yao  1  und  Thsi,  dessen  Brüder,  waren  so
mächtig,  dass  sie  den  Umsturz  der  Welt  bewerkstelligen  konnten.
Die  Zeitgenossen  gaben  diesen  drei  Männern  den  Namen  ^
san-yang  ,die  drei  Weidenbäume',  d.  i.  Männer  des  Geschlechtes ­
  Yang.
Als  der  Kaiser  ernstlich  erkrankte,  war  noch  kein  letzter
Wille  vorhanden,  und  die  verdienstvollen  Diener,  die  ihm  zu
der  Herrschaft  behilflich  gewesen,  waren  bereits  untergegangen.
Die  Diener  des  Hofes  waren  voll  Bestürzung,  ihre  Rathschläge
wurden  nicht  befolgt,  jedoch  Yang-tsiün  entfernte  alle  Fürsten
sowie  die  nahestehenden  und  aufwartenden  Menschen  der  Umgebung. ­
  Er  wechselte  dabei  ohne  Weiteres  die  Fürsten  sowie
die  Reichsminister  und  brachte  seine  eigenen  Vertrauten  unter.
Der  Kaiser  erholte  sich  für  eine  kurze  Zeit  und  sah,  dass  es  nicht
die  von  ihm  angestellten  Leute  seien.  Er  sagte  zu  Yang-tsiün
mit  unveränderter  Miene:  Wie  hast  du  die  Gelegenheit  gefunden?
Es  erfolgte  jetzt  eine  höchste  Verkündung  an  das  Amt
der  Bücher  der  Mitte,  dass  Jeü  Liang,  König  von  Jii-nan,  im
Vereine  mit  Yang-tsiün  das  königliche  Haus  stützen  möge.
Yang-tsiün  fürchtete,  den  Einfluss  und  die  Gunst  zu  verlieren.
Er  entlehnte  von  dem  Amte  der  Bücher  der  Mitte  die  höchste
Verkündung,  nahm  sie  in  Augenschein  und  versteckte  sie  bei
einer  passenden  Gelegenheit.  3!jj|  jjlf  Hoa-I,  der  Beaufsichtiger
  der  Bücher  der  Mitte,  fürchtete  sich.  Er  ging  zu  Yangtsiün
  und  begehrte  sie.  Dieser  mochte  sie  durchaus  nicht
herausgeben.

1  Zur  linken  Seite  des  Zeichens  ist  noch  das  Classenzeichen  J  zu
setzen.
            
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