Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 82. Band, (Jahrgang 1876)

Aus  der  Geschichte  des  Zeitraumes  Yuen-khang  von  Tsin.

193

Ku-tsch’ung  war  zuletzt  schwer  erkrankt.  -Er  überreichte
das  Siegel  sammt  dem  breiten  Bande  und  legte  seine  Würden
zurück.  Der  Kaiser  schickte  die  aufwartenden  Diener,  um  ihm
den  hohen  Willen  zu  verkünden  und  sich  hinsichtlich  der
Krankheit  zu  erkundigen.  Die  Leibärzte  in  der  Vorhalle
brachten  Absud  und  Arzneien  zu  Stande.  Man  beschenkte  ihn
mit  Betten,  Vorhängen,  Kupferstücken  und  Seidenstoffen.  Von
dem  kaiserlichen  Nachfolger  angefangen,  überwachten  die
Menschen  des  Stammhauses  und  des  inneren  Hauses  in  eigener
Person  sein  Befinden.  Er  starb  im  vierten  Monate  des  dritten
Jahres  des  Zeitraumes  Thai-khang  (282  n.  Chr.),  sechs  und
sechzig  Jahre  alt.
Der  Kaiser  war  schmerzlich  erregt.  Er  schickte  einen
Abgesandten  der  in  der  Hand  das  Abschnittsrohr  hielt,  und
den  grossen  Beständigen,  der  eine  Tafel  anbot.  Er  verlieh  ihm
nachträglich  die  Würde  eines  grossen  Vorgesetzten  und  fügte
ein  Drachenkleid,  ein  grüngelbes  und  grasgrünes  breites  Band
und  ein  kaiserliches  Schwert  hinzu.  Er  schenkte  ihm  die
geheimen  Geräthe  des  östlichen  Gartens,  ein  Hofkleid  und  ein
doppeltes  Kleid.  Der  grosse  Hung-lu  befasste  sich  mit  den
Sachen  der  Trauer.  Man  lieh  Abschnittsrohr,  Axt,  vordere
und  nachfolgende  Wbtheilungen,  Flügeldächer,  Trommeln  und
Blasewerkzeuge,  rothgelbe  Fahnen,  grosse  Wagen,  Schellenwagen, ­
  Trauerwagen,  grosse  Wagen  des  Vorstehers  der  Pferde,
Kriegsmuthige  in  gestreiften  Kleidern  mit  Keule  und  Axt,
gepanzerte  Krieger  auf  leichten  Wagen.  Bei  den  Gebräuchen
der  Bestattung  hielt  man  sich  an  das,  was  bei  ^  Hökuang
  und  Hien,  König  von  Ngan-ping,  geschehen.
Man  beschenkte  ihn  mit  einem  Begräbnissplatze  von
hundert  Morgen  und  hielt  ihn  mit  ^  ^  Scln-pao  und  Anderen,
welche  Verdienste  um  deii  König  erworben  hatten,  gleich.  Man
opferte  ihm  in  dem  Vorhofe  des  Ahnentempels  und  gab  ihm  den
nach  dom  Tode  zu  führenden  Namen  Wu  (kriegerisch).
Nachträglich  ernannte  man  seinen  Sohn  m  ß  Li-min  zum
Fürsten  von  Lu-schang.
Die  Gattin  Ku-tsch’ung’s  war  ^  Kö-hoai,  Gebieterin
von  Kuang-tsching.  Dieselbe  war  von  Gemüthsart  eifersüchtig
und  gehässig.  Sein  Sohn  Li-min  war  drei  Jahre  alt,  als  die
Amme  ihn  an  der  Seitenthüre  in  den  Armen  hielt.  Der  Sohn
Sitzungsber.  d.  phil.-hist.  CI.  LXXXII.  Bd.  II.  Hft.

13
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.