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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 82. Band, (Jahrgang 1876)

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Pfizmaier.

Hia-heu-lio  zu  dem  Amte  eines  j  Verdienstvollen  des  glänzenden
Gehaltes'.  Er  entzog  Ku-tsck’ung  den  Einfluss  auf  die  Streitmacht, ­
  die  Rangstufe  desselben  erfuhr  jedoch  keine  Veränderung.
Wider  Vermuthen  wurde  Ku-tsck’ung  grosser  Beruhiger,  versah
das  Amt  eines  Beschützers  des  Nachfolgers  und  verzeichnete
die  Sachen  des  obersten  Buchführers.
Im  dritten  Jahre  des  Zeitraumes  Hien-ning  (277  n.  Chr.)
war  Sonnenfinsterniss  an  den  drei  Höfen. 1  Ku-tsch’ung  bat,
auf  seinen  Rang  verzichten  zu  dürfen,  doch  es  wurde  ihm  nicht
erlaubt.  Man  vermehrte  wieder  sein  Lehen  durch  ^  Kungkhieu
  in  dem  Reiche  Pei.  Er  wurde  der  Gunst  und  des
Vertrauens  immer  mehr  theilkaftig,  alle  Diener  des  Hofes
blickten  seitwärts*
|(jj  Wang-tsiün,  Vorgesetzter  von  Ho-nan,  brachte
Worte  nach  oben  vor  und  lehrte  ausführlich,  die  Kaiserin  trete
in  den  Ahnentempel  und  speise  im  Vereine  den  Kaiser  King,
jedoch  Yeu,  König  von  Thsi,  dürfe  nicht  die  für  den  Sohn
geltenden  Gebräuche  üben. 2  Ku-tsch’ung  ging  hierüber  zu  Ratlie
und  meinte,  nach  den  Gebräuchen  dürfen  die  Lehensfürsten
den*  Himmelssohn  nicht  zum  Geiste  des  Opferweges  machen,
die  Fürstensöhne  dürfen  nicht  den  früheren  Gebieter  zum  Vorsteher ­
  des  Opfers  machen.  Dieses  besage,  man  biete  die
Leitung,  sei  der  Gehilfe  bei  dem  Opfer,  es  besage  nicht,  dass
man  nicht  den  Geist  des  Vaters  und  des  Ahnherrn  herbeirufen
dürfe.  Yeu  selbst  solle  durch  drei  Jahre  Trauerkleider  tragen,
die  Sache  sei  wie  bei  den  Einrichtungen  für  den  Diener.  Die
Inhaber  der  Vorsteherämter  meldeten  an  dem  Hofe:  Wenn  es
so  ist  wie  Ku-tsch’ung  es  vorschlägt,  so  tritt  derjenige,  der  in
das  Kleid  des  Sohnes  sich  kleidet,  als  Diener  auf,  eine  Einrichtung, ­
  die  in  früherer  Zeit  noch  nicht  gewesen  ist.  Es  soll
so  sein  wie  in  der  Denkschrift  Wang-tsiün’s.  Bei  den  Trauerkleidern ­
  Yeu’s  richte  man  sich  nach  den  Vorbildern  der  Lehensfürsten. ­
  —  Der  Kaiser  befolgte  jedoch  den  Rath  Ku-tsch’ung’s.
Bei  der  Dienstleistung  des  Angriffes  auf  U  wurde  Kutsch’ung
  zufolge  einer  höchsten  Verkündung  Abgesandter  und
1  An  den  drei  verschiedenen  Orten,  wo  die  Aufwartung  an  dem  Hofe  stattfindet ­
  oder  zur  Zeit  dieser  drei  Aufwartungen.
2  König  Yeu  war  der  Sohn  des  Kaisers  Wen,  der  seinerseits  der  jüngere
Mutterbruder  des  Kaisers  King  gewesen.
            
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