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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 82. Band, (Jahrgang 1876)

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Pfizmaier.

hatte,  1  die  Rangstufe  auf  ifc  Yeu,  Lehensfürsten  von  Wu-yang,
übertragen.  Ku-tsch’ung  rühmte  die  Grossmuth  und  Menschlichkeit ­
  des  (nachherigen)  Kaisers  Wu. 2  Er  sagte,  dass  derselbe ­
  auch  der  Aeltere  sei  und  die  Tugenden  eines  Gebieters
der  Menschen  besitze.  Man  sollte  ihm  die  Landesgötter  anbieten.
Als  Kaiser  Wen  krank  danieder  lag,  erbat  sich  (der  nachherige)
  Kaiser  Wu  die  Erlaubniss,  um  die  späteren  Dinge
fragen  zu  dürfen.  Kaiser  Wen  sprach:  Der  dich  kennt,  ist
Ku-kung-liü. 3
Als  dem  Kaiser  die  Königswürde  zu  Theil  ward, 4  ernannte
man  Ku-tsch’ung  zum  Heerführer  der  Leibwache  des  Reiches
Tsin.  Er  war  mit  den  drei  Vorstehern  gleich  und  leitete  die
Geschäfte  im  Inneren.  Dabei  erhielt  er  ein  anderes  Lehen,
dasjenige  eines  Lehensfürsten  von  Lin-ying.
Bei  der  Uebernahme  der  Landesgötter  durch  Tsin  wurde
Ku-tsch’ung,  weil  er  den  grossen  Befehl  festgesetzt  und  ins
Licht  gestellt  hatte,  nacheinander  zum  Heerführer  der  Wagen
und  Reiter,  zum  beständigen  Aufwartenden  von  den  zerstreuten
Reitern,  zum  obersten  Buchführer  und  zum  Vorgesetzten  des
Pfeilschiessens  ernannt.  Er  erhielt  nochmals  das  Lehen  eines
Fürsten  der  Provinz  Lu.  Seine  Mutter  von  dem  Geschleckte
Lieu  wurde  die  grosse  vornehme  Frau  des  Reiches  Lu.
Die  von  Ku-tsch’ung  bestimmten  neuen  Gesetzabschnitte
waren  bereits  in  der  Welt  verbreitet,  und  die  hundert  Geschlechter
waren  mit  ihnen  zufrieden.  Eine  höchste  Verkündung  sagte:
Seit  dem  Geschlechte  Plan  waren  die  Gesetze  streng  und  schroff.
Desswegen  wollten  seit  den  Geschleclitsaltern  (der  Kaiser)  Yuen
und  Tsching  bis  zu  den  Zeiträumen  Kien-ngan  (196  bis  220
n.  Chr.)  und  Kia-ping  (249  bis  253  n.  Chr.)  Alle  zur  Ordnung

1  Yeu,  Lehensfürst  von  Wu-yang,  war  der  jüngere  Sohn  des  Kaisers  Wen.
Kaiser  Wen  selbst  war  der  jüngere  Mutterbruder  des  Kaisers  King.  Der
letztere  hatte  keine  Söhne.
2  Kaiser  Wu,  dessen  Name  Yen,  war  der  älteste  Sohn  des  Kaisers  Wen.
3  Kung-liü  ist,  wie  schon  im  Anfänge  angegeben  worden,  der  Jünglingsname ­
  Ku-tsch’ung’s.
4  Sse-ma-tschao  wurde  im  vierten  Jahre  des  Zeitraumes  King-yuen  (263
n.  Chr.)  Fürst  von  Tsin.  Nach  seinem  Tode  erhielt  er  den  Namen:  König
Wen,  und  nach  der  Gründung  des  Herrscherhauses  Tsin  den  Namen:
Kaiser  Wen.
            
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