Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

84

M  i  k  1  osich.

eben  angeführten  Gesetze  gemäss  ist,  die  andere  davon  dadurch
abweicht,  dass  das  i  mit  b  zu  einem  praejotirten  Voeale
verschmilzt,  daher  hvali'BS,  hvaljts,  hvaln.  Wir  haben
demnach  von  tvori,  hvali,  ceni;  prdti,  kadi;  stapi  u.s.w.
tvori-v- r BS,  hvali-v-BS,  ceni-v-  i.s;  preti-v-BS,  kadi-v-Bs;
stapi-v-BS  u.  s.  w.  und  tvorjBS,  hvaljBS,  cenjBs;  pretjBS,
kadj'Bs;  stapjBs  u.  s  w.  und  daraus  tvor’B,  livalB,  cen’t,
prestB,  kazda;  staps,  stapln  u.s.w.  Was  die  zweite  Form,
die  ich  die  'BS-Form  nenne,  zum  Unterschiede  von  der  vis-Form,
  anlangt,  so  ist  es  eine  ganz  mechanische  Regel,  wenn
VostokovB,  Grammatika  7f>,  lehrt,  dass  neben  ivB  das  verkürzte ­
  b  vorkömmt,  welches  dadurch  entstehe,  dass  liv’B,  niv'B,
rivB,  2ivB,  üvb,  söivB,  bivB,  vivB,  piv’B,  mivB,  divB,
tivB,  zivB,  sivB  in  1b,  nB,  i - b,  zb,  sb,  söb,  bis,  vlb,  pls,
ihIb,  zdb,  §tb,  zb,  sb  verwandelt  werde.  Wenn  Schleicher,
Compendium  Seite  404,  meint,  nach  vocalisch  auslautenden
Stämmen  laute  das  Suffix  vbs,  nach  consonantisch  auslautenden
hingegen  bs,  so  halte  ich  dieses  für  unrichtig,  da  es  unbegreiflich ­
  ist,  warum  nach  Vocalen  das  Suffix  ein  anderes  sein
sollte  als  nach  Consonanten,  während  man  leicht  einsieht,  dass
im  Slavischen  der  Hiatus  aufgehoben  werden  muss.  Fs  ist
indessen  diess  ein  Punkt,  hinsichtlich  dessen  die  Ansichten  der
Sprachforscher  auseinander  gehen:  Schleichern  hat  sich  Danicic,
Istorija  371.  372,  angeschlossen.
Das  Verhältniss  dieser  zwei  Bildungsweisen  des  Partie,
praet.  act.  1.  zu  einander  ist  Gegenstand  dieser  Zeilen.
Vor  allem  ist  zu  bemerken,  dass  es  keinen  Grund  gibt
anzunehmen,  dass  die  Bs-Form  eine  Ausnahme  bilde  oder  auf
bestimmte  Classen  der  i-  Stämme  beschränkt  sei,  dass  daher
VostokovB  Unrecht  hatte,  als  er,  Izvestija  1.  17,  die  Richtigkeit
der  Form  hvals  bezweifelte,  wie  Andere  die  Form  ucb  in
Zweifel  ziehen:  jene  lesen  wir  Evangelium  Sabbae21.  Apostolus
Sisatovacensis  44,  diese  Evangelium  Zographense,  Glagolita  Clozianus
  707,  Evangelium  Sabbae  127.
Allerdings  gibt  es  i-Stämme,  bei  denen  die  Bs-Form
nicht  nachgewiesen  ist,  bei  denen  selbst  die  theoretische  Aufstellung ­
  der  Bs-Form  unsicher  wäre.  Es  sind  dies  diejenigen
i-Stämme,  in  denen  dem  i  ein  j  vorhergeht,  das  allerdings  weder
die  glagolitische,  noch  die  cyrillische  Schrift  bezeichnet.  Diese
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.