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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

Es  scheint,  dass  zur  Zeit,  wo  man  die  Oberkleider  der  dritten
und  zweiten  Rangstufe  färbt, 1  die  Menschen  nur  die  Blätter
sehen.  Als  erfreuliche  Sache,  als  wundervolle  Sache  kann
man  sie  nicht  nehmen  und  hinaustreten,  jedoch  das  Gedicht
sehen,  welches  Fito-maro,  einmal  durch  das  Fallen  des  Schnees
verblendet  und  au  das  Wohnen  des  Gottes  So-sa-no  wo  in  dem
Reiche  Idzumo  denkend,  2  verfasste,  ist  äusserst  traurig.  Bei
der  Sache,  welche  man  sagt,  zu  der  Zeit  es  fügend,  mag  man
der  Dinge,  welche  man  in  einem  Abschnitte  als  traurig,  als
wundervoll  gehört  hat,  der  Pflanzen,  der  Bäume,  der  Vögel
und  Insecten  in  Unwissenheit  gedenken.
Judzuri-fa-no  imizi-u  sajaka-ni  tsuja-meki-taru-fa  |  iio
nwo-u  kijo-ge-naru-ni  |  omofi-kakezu  niru-beku-mo  arazu.  Kuki-no
aka-u  kira-kira-si-u  Ä  (mi)  je-taru  koso  ijasi-kere-domo  okasikere.
  Nabete-no  (tsuki)  -  cjoro-fa  j||?  (tsuju)-mo  Ä  (mi)
jenu  (mono)-no  si-fasu-no  tsugomori-ni-si-mo  t.oki-meki-te
naki  J^  (fito)-no  kufi-  (mono)-ni-mo  siku-ni-ja-to  afare-naruni
  |  X  (mata)  jofafi-noburu  fa-gatame-no  gu-ni-mo  ni.te  tsukafita(u)meru-fa
  ika-naru-ni-ka.  (Momidzi)  zen-  nt  (jo)-ja-to
iß-taru-mo  tanomosi.

1  Wie  eine  Anmerkung  besagt,  sind  die  Mäntel  der  Männer  von  der  zweiten
und  dritten  Rangstufe  purpurfarben.  Sie  wurden  wahrscheinlich  mit  der
weissen  Steineiche  gefärbt.  In  dem  Jen-gi-siki  werden  verschiedene
Färbungen  angeführt.  Diese  können  auch  zu  den  Zeiten  Sei  Seö-na-gon’s
so  gewesen  sein.  Die  Mäntel  wurden  damals  mit  Galläpfeln  und  Eisenwasser
(fu-si-kane)  gefärbt  und  waren  purpurn.  Doch  da  Galläpfel  und  Eisenwasser
übelriechend  waren  und  bald  faulten,  bereitete  man  in  jüngster  Zeit  die  Grundfarbe ­
  aus  gesottenem  Sappanholz,  die  obere  Farbe  aus  den  gesottenen
Zweigen,  vielleicht  auch  Blättern  des  die  Galläpfel  hervorbringenden
Baumes,  was  keinen  üblen  Geruch  bewirkte.  Wenn  man  den  die  Galläpfel ­
  hervorbringenden  Baum  nicht  hatte,  färbte  man  mit  der  Rinde  des
Granatbaumes.
2  Eine  Anmerkung  besagt,  diese  Sache  sei  unbekannt.  Es  scheine  das  folgende
in  dem  ,Auflesen  des  Hinterlassenen 4  enthaltene  Gedicht  Fito-maro’s  gemeint
zu  sein:  £  Asi-hilci-no  \  oi  *  (jama-dzij-mo  sirazu  (±f  ij|g
(aira-kasi)-no  (jeda)-ni-mo  (fa)-ni-vio  Gj 1  (julci)-no
fure-si-fa.  ,Wo  den  Fuss  man  zieht,  |  den  Bergweg  indess  ic.h  nicht
kenne,  |  da  auf  der  weissen  Steineiche  |  Aestc  und  auf  die  Blätter  |  Schnee
ist  gefallen 1 .
            
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