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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

Aus  der  Geschichte  des  Hofes  von  Tsin.

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Als  Kiung  geschlagen  war,  nahm  Ying  die  Geschäfte  der
Lenkung  des  Hofes  zur  Iiand.  Alles,  sowold  das  Wichtige  als
das  Unwichtige,  gelangte  nach  Nie,  und  er  wurde  darüber
befragt.  Später  verbreitete  (JH  ^  Tsch’ang-tsch’ang  auf  dem
Gebiete  von  King  Aufruhr.  1  Ying  nahm  jetzt  die  Ernennung
an  und  meldete  den  Eroberungszug  im  Süden.  Wo  er  sich  befand,
gab  man  ihm  Antwort  und  eilte  ihm  zu.  Als  Ying  sich  einmal
etwas  auf  seine  Verdienste  einbildete,  traten  sein  Stolz  und
sein  Hochmutli  hundertmal  und  ärger  als  bei  Kiung  hervor.
Er  wollte  eben  nach  Willkür  handeln,  fürchtete  aber  die  Anwesenheit ­
  des  Königs  I  von  Tscli’ang-scha  im  Inneren.  Er
brachte  hierauf  mit  Yti,  König  von  Ho-kien,  eine  Denkschrift
ein  und  bat,  dass  man  Yang-hiuen-tschi,  den  Vater
der  Kaiserin,  hinrichten  lasse.  J=I  "jjjj’  j^j  Hoang-fu-schang,
Heerführer  zur  Linken,  und  Andere,  Hessen  die  schuhlangen
Schrifttafeln  herumgehen.  Ferner  hiess  man  den  König  von
Tsch’ang-scha  sich  in  sein  Wohnhaus  begeben.
Er  griff  jetzt  mit  $t  ~)j  Tsch’ang-fang,  Heerführer  des
Königs  Yti,  die  Mutterstadt  an.  pjb  ^J|  Lö-ki,  den  inneren
Vermerker  von  Ping-yuen,  machte  er  zur  vordersten  Spitze,
zum  Beruliiger  der  Hauptstadt,  vordersten  Heerführer  und  lieh
ihm  das  Abschnittsrohr.
Als  Ying  in  Tschao-ko  hielt,  glänzten  jede  Nacht  die
Lanzen  und  Hakenlanzen  wie  Feuer.  In  allen  Brunnen  der
Lagerwälle  sah  man  Drachenbilder.  Er  führte  das  Kriegsheer
vorwärts  und  lagerte  im  Süden  des  Flusses.  Er  deckte  sich
durch  den  Fluss  Thsing  und  führte  Lagerwälle  auf.  Indem
er  eine  schwimmende  Brücke  baute,  verkehrte  er  mit  dem
Norden  des  Flusses.  Er  füllte  grosse  hölzerne  Behältnisse  mit
Steinen,  versenkte  sie  und  band  sie  zu  einer  Brücke  zusammen.
Er  gab  dieser  den  Namen:  die  steinerne  Flussschildkröte.
Lö-ki  wurde  geschlagen  und  hatte  einen  Verlust  von  sehr
vielen  Todtip.  Ei'  wurde  übcrdiess  durch  Meng-khieu  verleumdet. ­
  Ying  Hess  ihn  aufgreifen  und  enthaupten.  Die  drei  Seitengeschlechter ­
  Lö-ki’s  wurden  ausgerottet.  2  Hierauf  rückte  Ying

1  Tsch’ang-tsch’ang,  ein  südlicher  Barbar,  erregte  im  Jahre  des  Zeitraumes
Thai-ngan  (303  n.  Chr.)  Aufruhr  und  besetzte  alle  Provinzen  des  Südens.
2  Dieses  wird  in  den  Ueberlieferungen  von  Lö-ki  ausführlich  erzählt,
            
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