Aus der Geschichte des Hofes von Tsin.
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ihn zu der Würde eines grossen Heerführers und Beruhigers
der Hauptstadt für alle Angelegenheiten des Kriegsheeres im
Inneren und auswärts. Man lieh ihm ein Abschnittsrohr, fügte
eine gelbe Axt hinzu und liess ihn alle Sachen des obersten
Buchführers verzeichnen. Bei dem Eintreten an dem Hofe
brauchte er nicht vorwärts zu eilen, er stieg mit dem Schwerte
umgürtet und in Schuhen zu der Vorhalle.
Ying verbeugte sich, empfing die Fahne, aber verzichtete
auf die Auszeichnungen und die neun Geschenke. Er erörterte
in einer Denkschrift, dass man die fünf verdienstvollen Diener
Lu-tschi, Ho-yin, '^k Tung-hung, Wang-yen und Tschaojang,
welche die Gerechtigkeit emporbrachten, zu Fürsten und
Lehensfürsten des eröffneten Reiches ernennen solle. Ferner
meldete er in einer Denkschrift, dass der grosse Vorsteher der
Pferde früher in Yang-tl gewesen und mit den gewaltigen Räubern
gerungen habe. Als dieses lange gedauert, seien die
hundert Geschlechter von Wunden, Hunger und Frost erschöpft
gewesen, und man solle sie schleunigst retten. Er bat, dass man
die Wagen der Provinzen und Districte aussende und zu gleicher
Zeit fünfzehnmal zehntautend Scheffel Reis aus den Einkehrhäusern
und Thorwarten des Nordens des Flusses herumführe,
um damit den hungernden Menschen von Yang-ti zu helfen.
Lu-tschi sprach zu Ying: In dem Kampfe an der gelben
Brücke sind mehr als achttausend Menschen gefallen. Ihre
Gebeine lagen durch die Zeit der Sommerhitze unverdeckt in
der Mitte der Wildniss, es lässt sich bedauern. Einst begrub der
König von Tscheu die verdorrten Gebeine. Desswegen sagt
das Gedicht:
Auf den Wegen gibt es Todte,
Noch immer Jemand sie vergräbt.
Um wie viel mehr ist es der Fall bei diesen, welche den
Tod in der Sache des Königs erlitten!
Ying liess jetzt achttausend Särge zimmern und nach den
Anordnungen des Reiches Tsching-tu Kleider verfertigen. Er
las die Gebeine zusammen, opferte ihnen und begrub sie im
Norden der gelben Brücke. Er pflanzte Zäune von Citronenbäumen
und bildete einen Begräbuissplatz. Ferner errichtete er
eine 'Hauptstadt und eine Opferhalle. Er liess in Stein graben
und setzte Steintafeln, auf denen er das Verdienst des Hinzu-