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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

Aus  der  Geschichte  des  Hofes  von  Tsin.

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Thsi,  stütze  die  weithin  sich  verbreitende  Sitte,  senke  nieder
und  biete  die  Gränzen  von  Thsing  und  Siü,  mache  zu  einem
hohen  Polster  das  Gelinge  von  Ying-khieu.  Metall  und  Stein
seien  nicht  hinreichend  für  die  Inschriften  in  der  Höhe,  die
acht  Töne  seien  nicht  hinreichend  zum  Darbringen  für  die
schönen  Gemalinnen.  Wen  1  kann  dann  nicht  ausschliesslich
besitzen  die  höchste  Weisheit  in  der  früheren  Zeit.  Thai-pe
kann  nicht  allein  weise  sein  in  der  späteren  Zeit/
,Jetzt  vergisst  der  glänzende  Fürst  auf  die  Reue  der
übermächtigen  Gipfelung,  er  übersieht  das  Unheil  der  auf  das
Aeusserste  gebrachten  Höhe.  Er  verschmäht  die  Sicherheit  der
fünf  Berghöhen  und  weilt  bei  der  Gefahr  des  gebundenen  Eies.
Nach  aussen  wird  er  durch  Einfluss  und  Macht  ein  Gegenstand
des  Argwohnes,  nach  innen  schädigt  er  durch  hundert  Muthmassungen
  den  Geist.  Wohnt  er  auch  auf  hohen  Erdstufen,
in  weiter  Ferne  auf  Beifesten  von  mehrfachen  Klaftern,  wo  es
sich  um  den  Kummer  der  Gefahr  und  des  Untergangs  handelt,
geht  dieses  über  den  Gedanken  an  Ying  und  ^0  Ti  hinaus.
Die  Untergebenen  sind  voll  Furcht  und  zittern,  Keiner  von
ihnen  wagt  zu  reden/
,Als  Ueberbleibsel  des  Schwindens  und  des  Untergangs
erfuhr  ich  das  Loos  der  Bedrängung.  Ich  wurde  satt  des  Unglücks ­
  der  Pfeile  und  Steine,  ich  eilte  zu  der  Gerechtigkeit
des  grossen  Königs.  Ich  legte  ab  das  grobe  Tuch,  band  den
Helm  und  folgte  den  Streitwagen  in  lliü.  Ich  hatte  Mühsal
in  den  Reihen  des  Kampfes,  unter  den  Verdiensten  war  keines
werth  der  Erwähnung.  Ich  folge  eben  dem  Wind  und  dem
Staube,  warte  auf  die  Schuld  und  habe  bekannt/
,Als  Khie-yuen  verbannt  ward,  verblieb  sein  Herz  in  dem
südlichen  Ying.  Als  Yö-I  nach  Tschao  überging,  hingen  seine
Gedanken  an  dem  nördlichen  Yen.  Um  so  mehr  ist  dieses  der
Fall  bei  mir,  der  ich  der  Gnade  theilhaftig  ward,  von  zwei
Seiten  Vermehrung  der  Erkenntniss  erhielt.  Obgleich  ich  mich
wieder  für  einen  Augenblick  widersetze,  in  meiner  Gemiithsstimmung
  erhöhe  ich  zwei  Diener.  Hierdurch  bekunde  ich  die
Wahrhaftigkeit  des  Blutes,  verlange  nach  dem  Ungehorsam.
Tritt  das  Wort  ein,  werde  der  Leib  getödtet,  auf  Gerechtigkeit

1  König  Wen  von  Tsciieu.
            
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