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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

China  ist  sie  eine  endlose  Sache,  und  man  bringt  sie  auch  in
Aufsätze. 1  Indessen  sagt  man,  es  werde  auch  eine  Bewandtniss
  haben.  Wenn  man  sie  genau 2  betrachtet,  so  scheint  an
dem  Rande  der  Blumenfäden  ein  wunderbarer  Wohlgeruch 3
ungewiss 4  zu  haften.  Man  machte  sie  dem  Angesichte  der
theuren  Königin  von  dem  Geschlechte  Yang, 5  welche  weinte,
als  sie  dem  Abgesandten  des  Kaisers  begegnete,  ähnlich  und
sagte:  ,Ein  Zweig  Birnblüthen  umgürtet  sich  mit  Frühlingsrea-en'.
  In  dem  Gedanken,  dass  dieses  nicht  dunkel  ist,  bemerkt
  man  noch  mehr,  dass  die  äusserst  erfreuliche  Sache
ihres  Gleichen  nicht  hat.
i|b]  (Kiri)-no  ft  (fand)  murasaki-ni  salci-taru-fa  nawo
okasi-ki-wo  |  fj|j|  (fa)-no  firogori  \  sama  utate  are-domo  |  ^
(mata)  koto-  (ki)  domo-to  fitosi-it,  ifu-beki-ni  arazu.  Moro-kosini
  koto-goto-siki  (na)  -  dzuki-taru  A  (tori)-no  kore-ni-simo
  sumu-ran  (kokoro)  kotonari  |  masi-te  koto-ni  tsukuri-fe
sama-zama-naru  ne-no  [jj  (ide)-kuru  nado  \  okasi-to-fa  jo-no
tsune-ni  ifu-beku-ja-fa  am.  Imizi-u  Icoso-fa  me-de-ta-kere.
Die  Blüthen  des  Loosbaumes,,  welche  purpurn  sich  öffnen,
sind  noch  wunderbarer.  Die  Blätter  sind  breit,  die  Gestalt  des
Baumes  ist  schrecklich,  doch  lässt  sich  auch  nicht  sagen,  dass
er  mit  absonderlichen  Bäumen  gleich  ist.  Dass  in  China  ein

1
2
3
4

Die  Aufsätze  sind  Gedichte.
Semete  soll  liier  die  Bedeutung  von  si-i-te  ,gez  willigen*  haben.
Nifofi  ,Wohlgeruch*  wird  in  einer  Randglosse  durch  sukosi  (aka)  ki
koto  nari  ,eine  geringe  Röthe‘  erklärt.
So  schwach,  dass  man  nicht  weiss,  oh  er  vorhanden  ist  oder  nicht.
Ja-u-ki-ß  ist  ü  M  M  ja-u-ki-ß  ,die  theure  Königin  von  dem
Geschlechte  Yang.  Als  sie  gestorben  und  in  Ma-kuai  begraben ­
  worden  war,  konnte  Kaiser  Hiuen-tsung  (von  Thang)  das  Leid
nicht  ertragen.  Er  ernannte'  einen  Mann  des  AVeg-es,  Namens
Lin-ngang  zum  Abgesandten  und  liiess  ihn  ihre  Seele  aufsuchen.  Linngang
  gelangte  zu  der  Insel  Fung-lai  und  traf  die  theure  Königin,  die
er  suchte.  Als  er  die  Botschaft  des  Kaisers  ausrichtete,  vergoss  die
theure  Königin  Thränen.  Der  Dichter  Ö  *  3c  Pe-lö-thien  verfertigte ­

  ein  Gedicht,  worin  er  sagte:  Das  Edelsteinangesipht  still  und
ruhig,  die  Thränen  ein  Gitter.  Ein  Zweig  Birnblüthen  umgürtet  sich  mit
Frühlingsregen.
            
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