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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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P  f  i  7.  m  a  i  e  r.

^  und  Ko,  schmeichelte  und  diente  dem  mittleren  Palaste.
Er  ward  in  hohem  Masse  von  der  Kaiserin  von  dem  Geschlechte
Ku  in  die  Nähe  gezogen  und  des  Zutrauens  gewürdigt.  Er
verlangte  die  Stelle  eines  obersten  Buchführers  für  die  Verzeichnisse. ­
  Tschang-hoa  und  Pei-wei  beharrten  fest  dabei,
dass  man  ihm  nicht  willfahren  dürfe.  Er  verlangte  ferner  die
Stelle  eines  obersten  Buchführers  und  Gebietenden.  Tsch’anghoa
  und  Pei-wei  gaben  es  wieder  nicht  zu.
Als  der  Nachfolger  Min-hoai  abgesetzt  war,  liess  man
Lün  die  Stelle  eines  Heerführers  des  Kriegsheeres  zur  Rechten
bekleiden.  Um  die  Zeit  waren  n  j§  m  Sse-ma-ya,  Beaufsichtige!' ­
  des  Vorstehers  der  Pferde  von  der  Leibwache  zur
Linken,  1  und  der  beständige  Begleitende  ^  Hiü-tschao
mit  dem  Dienste  in  dem  östlichen  Palaste  betraut  worden.
Diese  zwei  Männer  härmten  sich  um  den  schuldlosen  Nachfolger. ­
  Sie  verschworen  sich  mit  ±  Sse-I,  mittlerem
Leibwächter  in  der  Vorhalle,  und  Anderen  zur  Absetzung  der
Kaiserin  von  dem  Geschlechte  Ku  und  Wiedereinsetzung  des
Nachfolgers.  Da  Tsch’ang-hoa  und  Pei-wei  nicht  weggeschafft
werden  konnten  und  man  sich  unmöglich  mit  ihnen  befassen
konnte,  erwogen  sie  die  Geneigtheit  Liin’s,  zu  den  Waffen  zu
greifen,  die  Begehrlichkeit  seines  Sinnes  und  glaubten,  dass
sie  sich  seiner  zur  Ausführung  der  Sache  bedienen  könnten.
Sie  sprachen  daher  mit  ^  ^  Sün-sieu,  dem  Günstlinge ­
  Lün’s,  indem  sie  sagten:  Der  mittlere  Palast  ist  unheilvoll, ­
  eifersüchtig  und  ruchlos.  Er  hat  in  Gemeinschaft  mit
Ku-mi  und  Anderen  den  Nachfolger  abgesetzt.  Jetzt  hat  das
Reich  keine  Nachfolger  in  erster  Linie.  Die  Landesgötter
werden  in  Gefahr  gerathen,  die  grossen  Diener  werden  grosse
Dinge  unternehmen.  Jedoch  der  Fürst  steht  in  dem  Rufe,
dass  er  dem  mittleren  Palaste  seine  Dienste  weiht,  dass  er  den
Geschlechtern  Ku  und  Kö  nahe  und  mit  ihnen  auf  gutem  Fasse
steht.  Als  der  Nachfolger  abgesetzt  wurde,  sagten  Alle:  Wir
wussten  es  im  Voraus.  Wenn  eines  Morgens  die  Sache  zur
Ausführung  kommt,  wird  ihn  das  Unglück  gewiss  erreichen.
Warum  schafft  er  nicht  früher  dafür  Rath?

1  In  dem  ersten  Abschnitte  (S.  555)  steht  Sse-ma-ya,  Beaufsichtiger  der
Leibwache  zur  Rechten.
            
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