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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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Pf  izmaier.

dem  Nachfolger  Ehren  zu  erweisen.  Die  Gebieterin  von  Ivuangtscli’ing
  stellte  ihn  desswegen  beständig  zur  Rede.
Als  die  Gebieterin  von  Kuang-tsch’ing  schwer  erkrankte,
meinte  man  in  der  Kunst  der  Wahrsagung,  sie  solle  nicht  mit
Kuang-tsch’ing  belehnt  sein.  Sie  erhielt  daher  ein  anderes  Lehen:
dasjenige  von  I-tsching.  1  Die  Kaisei'in  trat  hinaus  und  pflegte
die  Kranke  durch  zehn  Tage.  Der  Nachfolger  ging  fortwährend
in  das  Haus  der  Gebieterin  von  I-tsch’ing  und  trat  daselbst
mit  den  Aerzten  aus  und  ein.  Er  erschöpfte  sich  in  aufrichtigen ­
  Bezeigungen  dei  Achtung.
Als  die  Gebieterin  von  I-tsch’ing  dem  Tode  nahe  war,
ergriff  sie  die  Hand  der  Kaiserin  und  hiess  sie  alle  Gedanken
dem  Nachfolger  zuwenden.  Ihre  Worte  waren  sehr  eindringlich.
Endlich  sagte  sie  noch:  Tschao-tsan  und  Kö-wu  werden  gewiss
deine  Sache  verderben.  Nach  meinem  Tode  darfst  du  ihnen
nicht  wieder  Gehör  geben.  Beherzige  ganz  besonders  meine
Worte.  —  Die  Kaiserin  konnte  sich  nicht  hiernach  richten.
Sie  brachte  hierauf  ausschliesslich  die  Welt  zurecht,  vor  ihrer
Macht  beugte  sich  das  Innere  und  Aeussere.  Sie  machte  wieder
mit  Tschao-tsan  und  Kö-wu  verrätherische  Anschläge  und  suchte
den  Nachfolger  durch  List  zu  tödten.  Alle  ihre  Uebelthaten
wurden  offenkundig.
Man  hatte  ^  Yang-tsiiin  und  Liang,  König  von  Jiinan,
  ferner  den  grossen  Beschützer  Wei-kuan  hinrichten  lassen.
Wei,  König  von  Thsu,  und  Andere  blickten  auf  das  Triebwerk
herab  und  entschieden  ausschliesslich.  Der  Palastdiener  fr  ät
Tung-meng  bereitete  die  Sachen  vor.  Dieser  Mann  war  zu  den
Zeiten  des  Kaisers  Wu  ein  kleiner  Diener  gewesen  und  hatte
in  dem  östlichen  Palaste  aufgewartet.  Er  hatte  das  Zutrauen
der  Kaiserin  erworben  und  die  Hinrichtung  Yang-tsiün’s  veranstaltet. ­
  Er  erhielt  jetzt  das  Lehen  eines  Fürsten  von  Wungan.
  Seine  drei  älteren  Brüder  wurden  Lehensfürsten  der
Standorte.  In  der  Welt  war  er  Allen  verhasst.
Als  der  Nachfolger  abgesetzt  war,  rechneten  Lün,  König
von  Tschao,  Sün-sieu  und  Andere  auf  den  Hass  der  Menge
und  verschworen  sich  zur  Absetzung  der  Kaiserin.  Die  Kaiserin

1  In  dieser  Eigenschaft  wird  sie  in  dem  vorigen  Abschnitte  (S.  553)  als
Gebieterin  von  I-tsch’ihg  erwähnt.
            
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