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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

Die  Aufzeichnungen  der  japanischen  Dichterin  Sei  Seo-na-gon.

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no  furi-taru  tsutomete  nado-fa  jo-ni  riaku  (kokoro)  am  suma-ni
  okasi.  ft  (Fana)-no  pjl  (naka)-jori  mi-no  ko-gane-no
tama-ka-to  ÜL  (m/i)  jete  [  imiziku  ki-bajaJca-ni  (mi)  je-taru
nado  |  asa-  ||§:  (tsuju)-ni  nure-taru  sakura-ni-mo  wotorazu.
%  St  (Fototogisu)-no  josuga-to  safe  M  (omo)  fe-ba-ni-ja  \
(nawo-sara)-ni  ifu-beki-ni-mo  arazu.
Um  die  Zeit  des  letzten  Tages  des  vierten  Monats  und
des  ersten  Tages  des  fünften  Monats  sind  die  Pomeranzenbäume
dunkelgrün.  Die  Blüthen  öffnen  sich  sehr  weiss.  Es  hat  geregnet, ­
  und  am  anderen  Morgen  haben  sie  das  Aussehen,  als
ob  sie  gesonnen  wären,  in  der  Welt  nicht  zu  sein,  es  ist
wunderbar.  Aus  der  Mitte  der  Blüthen  kommen  die  Früchte,
als  ob  sie  goldene  Perlen  wären,  hervor,  sie  erscheinen  äusserst
rasch.  Sie  stehen  auch  den  von  dem  Morgenthau  befeuchteten ­
  Kirschblüthen  nicht  nach.  Ob  der  Kuckuk  zur  rechten
Zeit  nur  an  sie  denkt? 1  Es  lässt  sich  noch  immer  nicht  sagen.
Nasi-no  ft  (fana)  jo-ni  suscimazi-ku  ajasi-ki  (mono)-ni-site
  *|  me-ni  tsikaku  faka-naki  £  (bun)  tsuke  nado  dani
sezu.  Ai-gija-u-wo  kure-taru  A  (fito)-no  kafo  nado  M  (mi)
te-fa  |  tatofi-ni  ifu-mo  geni  (sono)  iro-jori-site  ai-naku  M
(mi)  juru-wo  \  morokosi-ni  kagiri-naki  (mono)  -  nite  \
ffumi)-ni-mo  tsukuru  naru-wo  |  sari-to-mo  aru  ja-u  aran  tote
semete  M  (mi)  re-ba  \  ft  (fana)-bira-no  fasi-ni  okasi-ki  ni-J'ofi
  koso  (kokoro)-moto-naku  tsuki-ta-mere.  Ja-u-ki-fi'  \  mikado-no
  fl)  ®  (mi-tsukafi)-ni  a.fi-te  naki-keru  liafo-ni  nisete  \
m  ft  (ri-kufa  )  —*  (issi)  m  m  (faru-no  ame)-wo
obi-tari  nado  ifi-taru-fa  \  oboroke-narazi-to  omofu-ni  |  ijjyj  (nawo)
  imizi-u  me-de-de-taki  (koto)-fa  tagufi  arazi-to  oboje
  -  tari.
Die  Birnblüthe  ist  eine  entsetzlich  gemeine  Sache.  Wenn
sie  dem  Auge  nahe  ist,  weiht  man  ihr  nicht  einmal  einen  unscheinbaren ­
  Aufsatz.  Sieht  man  das  Angesicht  eines  Menschen,
den  man  liebt  und  ehrt,  und  nennt  sie  in  dem  Gleichniss,  so
erscheint  es  wahrlich  ihrer  Farbe  wegen  unliebenswürdig. 2  In

1  In  Gedichten  kommt  häutig 4  vor,  dass  der  Kuckuk  bei  den  Pomeranzenbäumen
  einkehrt.
2  Weil  sie  bloss  weiss  und  reizlos  ist.

4*
            
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