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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

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Pfizmaier.

Kaiserin  von  dem  Geschleckte  Yuen  bat  dringend,  flfi  Siiin-I
und  Iq)  jpj  Siün-bö  rühmten  die  Weisheit  der  Tochter  Kutsch’ung’s,
  worauf  die  Vermälung  beschlossen  wurde.

Schwester  der  Kaiserin  von  dem  Geschleckte  Ku,  werben.  Kuwu
  war  damals  zwölf  Jahre  alt  und  ein  Jahr  jünger  als  der
Nachfolger.  Sie  war  kurz,  klein  und  konnte  noch  nicht  die
Kleider  tragen.  Man'vermalte  wieder  ihre  Schwester  Nan-fung.
Diese  war  damals  fünfzehn  Jahre  alt  und  zwei  Jahre  älter  als
der  Nachfolger.
Im  zweiten  Monate  des  achten  Jahres  des  Zeitraumes
Thai-schi  (272  n.  Clir.)  setzte  man  sie  zur  königlichen  Gemahn
des  Nachfolgers  ein.  Sie  war  eifersüchtig,  sprüd,  voll  von  Tücke
und  Falschheit.  Der  Nachfolger  scheute  sie  und  misstraute  ihr.
Die  übrigen  Frauen  hatten  selten  bei  ihm  Zutritt.
Der  Kaiser  muthmasste  immer,  dass  der  Nachfolger  keinen
Verstand  habe.  Ueberdiess  sprachen  Ho-khiao  und  andere  Diener
des  Hofes  häufig  über  diesen  Gegenstand.  Er  wollte  ihn  daher
auf  die  Probe  stellen.  Er  berief  alle  grossen  und  kleinen  Obrigkeiten ­
  des  östlichen  Palastes  zu  sich,  veranstaltete  eine  festliche
Zusammenkunft  und  verschloss  eine  zweifelhafte  Sache  mit
einem  Siegel.  Er  Hess  dem  Nachfolger  die  Sache  entscheiden,
hiess  den  Abgesandten  stehen  bleiben  und  auf  die  Antwort
warten.
Der  Königin  ward  sehr  bange.  Sie  liess  durch  einen  Auswärtigen ­
  die  Antwort  verfassen.  Der  Verfasser  der  Antwort
führte  viele  alte  Bedeutungen  an.  Der  zum  Abgesandten  bestellte ­
  jjtj|  fi]^  Tsch’ang-hung  sprach:  Der  Nachfolger,  ohne  zu
lernen,  beantwortet  die  höchste  Verkündung.  Wenn  er  Bedeutungen ­
  anführt,  verlangt  man  gewiss,  dass  er  Erklärungen  in
dem  rohen  Entwürfe  macht.  Es  sind  dann  noch  mehr  Anforderungen ­
  und  Misserfolge.  Man  muss  geradezu  antworten,  wie
man  es  meint.
Die  Königin  war  sehr  erfreut.  Sie  sagte  zu  Tsch’ang-hung:
Verfasse  sogleich  für  uns  eine  gute  Antwort.  Ich  theile  mit
dir  Reichthum  und  Ehren.  —  Tsch’ang-hung  hatte  eine  kleine
Begabung.  Er  bereitete  den  rohen  Entwurf  und  hiess  den  Nachfolger ­
  ihn  abschreiben.  Der  Kaiser  sab  den  Aufsatz  durch  und
fand  daran  grossen  Gefallen.  Er  zeigte  ihn  zuerst  Wei-kuan,
            
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