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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

Aus  der  Geschichte  des  Hofes  von  Tsin.

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Die  Schrift  lautete:  Der  Kaiser  soll  es  vollenden.  Vollendet ­
  er  es  nicht,  so  werde  ich  eintreten  und  es  vollenden.
Die  Kaiserin  soll  es  auch  schnell  vollenden.  Vollendet  sie  es
nicht,  so  werde  ich  es  eigenhändig-  vollenden.  Ebenso  die
Königin  von  dem  Geschlechte  Sie. 1  Wir  bestimmen  in  Gemeinschaft ­
  Zeit  und  Stunde  und  brechen  Beide  hervor.  Man  zweifle
nicht,  man  sei  nicht  unschlüssig,  bringe  nicht  den  späteren
Kummer  zu  Wege.  Ich  verzehre  Haare,  trinke  Blut  unter
den  drei  Sternbildern.  Der  erhabene  Himmel  erlaube  es,  dass
ich  Sorge  und  Tod  banne,  Tao-wen  -  zum  Könige  einsetze, ­
  Tsiang 3  zum  inneren  Vorgesetzten  mache.  Es  ist
mein  Wunsch,  es  auszuführen  vor  dem  Tempel  der  drei  Opferthiere,
  vor  dem  Gebieter  des  Nordens.  Ich  erlasse  für  die
Welt  allgemeine  Verzeihung.  Das  Versprechen  geht  weit  gleich
der  Vorschrift.
Da  man  den  Nachfolger  berauscht  und  verwirrt  gemacht
hatte,  merkte  er  nichts.  Er  lehnte  sich  sogleich  darüber  und
schrieb  es  ab.  Die  Schriftzeichen  waren  zur  Hälfte  unvollendet. ­
  Man  besserte  sie  sodann  aus  und  vollendete  sie.'  Die
Kaiserin  zeigte  die  Schrift  dem  Kaiser.  Dieser  begab  sich  in
die  Vorhalle  ^  Khien-tien  und  rief  die  Fürsten  und
Reichsminister.  Als  diese  eintraten,  hiess  er  |j|;  ^  Tungmeng,
  den  Befehlshaber  des  gelben  Thores,  aus  Anlass  der
Schrift  des  Nachfolgers  und  des  grünen  Papieres  die  folgende
höchste  Verkündung  verfertigen:  So  schreibt  Yö.  Ich  beschenke ­
  ihn  jetzt  mit  dem  Tode.
Man  zeigte  es  rings  umher  den  Fürsten  und  Königen,
allein  keiner  von  diesen  sprach  etwas.  Bloss  Tsch’ang-hoa  und
m  &  Pei-wei 1  gaben  über  den  Nachfolger  Aufklärungen.
Die  Kaiserin  liess  Tung-meng  ausführliche  Reden  der  Fürsten
und  Könige  erdichten  und  dem  Kaiser  melden:  Die  Sache  soll
schnell  entschieden  werden,  aber  unter  den  Dienern  ist  ein
Jeder  anderer  Meinung.  Wenn  die  höchste  Verkündung  nicht

1  Die  Mutter  Hoai-min’s.
2  Tao-wen  ist  der  Sohn  Min-hoai’s.
3  Das  Mädchen  von  dem  Geschlechte  Tsiang  hatte,  wie  oben  (S.  547)  zu  ersehen, ­
  einen  Sohn  geboren.
4  jol  rec ^* 3  das  Cöissenzeichen  jt=|  zu  setzen.
            
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