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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 81. Band, (Jahrgang 1875)

Aus  der  Geschichte  des  Hofes  von  Tsin.

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stehen  und  lustwandelte  und  spielte  in  dem  rückwärtigen  Vorhofe. ­
  Der  die  Stelle  eines  jät  ^  Tschen-sse  1  bekleidende
Jjj  j||  Pei-kuan  machte  ihm  Vorstellungen  und  sagte:  Ku-mi
steht  in  dem  mittleren  Palaste 2  sehr  in  Gunst,  doch  man  trägt
eine  ungefällige  Miene  zur  Schau.  Wenn  er  eines  Morgens
Verbindungen  anknüpft,  ist  es  um  die  grosse  Sache  geschehen.
Man  soll  sich  sehr  bescheiden  und  demüthig  benehmen,  um
Veränderungen  vorzubeugen.  Man  verwende  in  ausgedehntem
Masse  weise  Männer  und  mache  sich  dadurch  Stütze  und
Schirm.  —  Min-hoai  mochte  dieses  nicht  befolgen.
PK  Kö-hoai,  die  Mutter  der  Kaiserin  von  dem  Ge-^

  Han-sclieu’s 3
zu  machen.  Auch

schlechte  Ku,  hatte  gewünscht,  die  Tochter  1
zur  königlichen  Gemahlin  des  Nachfolgers
der  Nachfolger  wünschte,  um  sich  zu  sichern,  eine  Verbindung
mit  dem  Geschlechte  Han.  Allein  ^  Ku-wu,  die  Gattin
Han-schen’s,  ebenso  die  Kaiserin  selbst  gingen  hierauf  nicht
ein,  sondern  warben  für  ihn  um  Jjl  Hoei-fung,  die  jüngere
Tochter  Wang-yen’s.  Der  Nachfolger  erfuhr,  dass
die  ältere  Tochter  Wang-yen’s  schön  sei,  dass  aber  die  Kaiserin
von  dem  Geschlechte  Ku  gesonnen  sei,  für  Ku-mi  um  sie  zu
werben.  Er  konnte  sich  im  Herzen  nicht  beruhigen  und  machte
darüber  einige  Aeusserungen.
Ku-mx  spielte  einst  mit  dem  Nachfolger  das  Brettspiel  und
stritt  wegen  der  Weise  des  Spieles.  jpj  Ving,  König  von
Tsching-tu,  sah  dieses  und  gab  Ku-mi  einen  Verweis.  Dieser
war  noch  mehr  beunruhigt  und  verleumdete  den  Nachfolger
bei  der  Kaiserin,  indem  er  sagte:  Dass  der  Nachfolger  in  grosser
Ausdehnung  Aecker  kauft,  viele  eigene  Güter  zu  Stande  bringt
und  dadurch  mit  kleinen  Menschen  sich  verknüpft,  ist  wegen
der  Kaiserin  von  dem  Geschlechte  Ku.  Es  verlautet  insgeheim,
dass  er  sagt:  Die  Kaiserin,  nach  zehntausend  Jahren  werde  ich
sie  zu  Fischfleisch  machen. 4  Es  verhält  sich  nicht  allein  so.

1  Dieser  Angestellte  hatte  (lie  Aufsicht  über  das  Haus  der  Kaiserin  und
des  Nachfolgers.
2  Der  mittlere  Palast  ist  der  Palast  der  Kaiserin  und  bezeichnet  auch
diese  selbst.
3  Han-scheu  war  der  Schwager  der  Kaiserin.
1  Nach  ihrem  Tode,  wenn  dieser  noch  so  spät  erfolgen  sollte,  würde  er
sie  zerstückeln.

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