Die Aufzeichnungen der japanischen Dichterin Sei Seo-na-gon.
49
'D 0 (nanu-ka)-fa kumori ft (jufu)-kata-fa fare-taru sora-ni
| (tsuki) ito akuhu | fosi-no sugata M (mi) je-tavu.
X M (Naka-dzuki) X 0 (kokonu-ka)-fa aka-tsuki-gatajori
pj| (ame) Aß (sickosi) furi-te (kiku)-no (tsuju)-mo
kotsitaku sobotsi [ ofoß-taru wata nado-mo itaku uure utsusi
no ka-rno mote-fajasare-taru. Tsutomete-fa jami-ni-tare-do | 3j||
(iiawo) Icumori-te jaja-mo sure-ba furi-otsi-nu-beku Jt, (mi)-taru-mo
okasi.
Der erste Tag des ersten Monats und der dritte Tag des
dritten Monats waren sehr heiter. Der fünfte Tag des fünften
Monats war umwölkt und dunkel. Der siebente Tag des siebenten
Monats war umwölkt. Am Abend war an dem heiteren
Himmel der Mond sehr rotli, die Sterne waren sichtbar. Am
neunten Tage des neunten Monats, seit Tagesanbruch regnete
es ein wenig, der Tbau der Goldblume rieselte grossartig. 1
Die überdeckende Baumwolle wurde sehr feucht, der mitgetbeilte
Wohlgeruch verbreitete sich. 2 Am anderen Morgen
hörte es aufj doch es war noch immer wolkig, und man sah,
dass es zuweilen herabgeregnet haben konnte, es war wunderbar.
(Ki) - no (fana)-fa. Die Bliitheu (1er Bäume.
m (Mume)-no koku-mo usuku-mo ko-u-bai sakuva-no
(fana)-bira ofoki-hi (fa) iro kold-ga $ (jeda) fosoku-te
saki-taru.
Die Pflaumen mit dunklen und hellen Blüthen, die Pflaumen
mit rothen Blüthen. Bei den blühenden Kirschbäumen
ist die Farbe der Blätter häufig dunkel, 3 diejenige der
Zweige licht.
jj|j| (Fuäzi)-no (fana) sinafi nagaku (iro) joku
saki-taru ito me-de-tasi.
1 Kotsitaku hat hier die Bedeutung von koto-goto-siku ,grossartig 1 .
2 Vom achten Monate des Jahres angefangen bekleidete man die Goldblume
mit Baumwolle, damit sie nicht von dem Reiffrost des neunten
Tages des neunten Monats leide. Man nannte dieses kiku-no kise-wata
,die bekleidende Baumwolle der Goldblume 1 . Der Sinn ist hier: Als der
Regen sie befeuchtete, ging der Wohlgeruch der Goldblume auf die sie
umhüllende Baumwolle über.
3 Die Blätter der Kirschbäume sind häufig roth.
Sitzungsber. d. phil.-hüt. CI. LXXXI. Bd. I. Hft. 4