Pfizmaier. Aus der Geschichte des Hofes von Tsin.
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Aus der Geschichte des Hofes von Tsin.
Von
Uv. A. ‘Pfizmaier,
tvirkl. Mitglied der k. Akademie der Wissenschaften.
JUie kurz nach der Gründung des auch in Bezug auf- das
unter ihm erwachte geistige Lehen vielfach denkwürdigen Herrscherhauses
Tsin eingetretenen Ereignisse, schon in ihrer Allgemeinheit
auffallend, erhalten, wenn das in der Geschichte in
getrennten Aufzeichnungen Gebotene zusammengefasst und den
tieferliegenden Ursachen nachgeforscht wird, eine erhöhte Bedeutung.
Wie bereits die Mitwelt erkannte, bekundete sich in
jener Zeit — es war um die Jahre 299 bis 306 n. Chr. — eine
Unordnung im Inneren, eine gegenseitige Zernichtung und Zerfleischung,
wie solche, wenigstens in China, seit dem Beginne
der Geschichte noch nicht vorgekommen. In dieser Hinsicht
fallen am meisten in die Augen und werden in der Abhandlung
besprochen: die Absetzung und der Tod des Nachfolgers Minbai
Y<”>, die Verbrechen der Kaiserin von dem Geschlechte Ku,
der Thronraub und die unheilvolle Herrschaft des Königs Lün,
das Unwesen des Königs Kiung und das Vorgehen der Könige
Ying und Yü. Alle in die Geschicke ihres Landes nur irgend
eingreifenden Personen erfuhren damals Ein Schicksal, dasjenige
der Hinrichtung, von der weder Angehörige des Kaiserhauses,
noch Staatsdiener, Frauen so wenig wie Männer, verschont
blieben.
Als Ursache des Unheils bezeiclmete man die grosse Zahl
der Mitglieder des Kaiserhauses, gedachte jedoch nicht zweier
anderer gewichtigerer Ursachen: der üblichen Belehnung mit
Königreichen und des gänzlichen Mangels einer obersten Gewalt.
Die Dynastie trug gleich bei ihrer Gründung die Keime der